"Arctic Sea"

Moskau: «Arctic Sea"-Kapitän gab Schiff als nordkoreanisch aus

Arctic Sea ohne verdächtige Ladung

Arctic Sea ohne verdächtige Ladung

Der russische Kapitän des von mutmasslichen Piraten entführten Frachters «Arctic Sea» hat sein Schiff nach Angaben des Aussenministeriums in Moskau anfangs als nordkoreanisch ausgegeben.

Als die "Arctic Sea" vergangene Woche aufgebracht und die russische Besatzung befreit wurde, habe der Kapitän plötzlich gesagt, das Frachtschiff gehöre Nordkorea, erklärte das Ministerium am Dienstag.

Moskau habe daraufhin Pjöngjang aufgefordert, die Angaben des Kapitäns, wonach der mit Palmenholz beladene Frachter von Kuba nach Sierra Leone unterwegs sei, zu überprüfen. Die nordkoreanische Seite habe die Angaben daraufhin jedoch nicht bestätigt.

Bisher sei an Bord der "Arctic Sea" keine verdächtige Ladung gefunden worden, hiess es in der Erklärung weiter. In einem der Häfen auf der Rückkehrroute des Schiffes werde es im übrigen eine ausführlichere Untersuchung geben.

Der Vorsitzende des russischen Untersuchungsausschusses, Alexander Bastrikin, schloss gegenüber der Zeitung "Rossiskaja Gaseta" (Mittwochsausgabe) eine Beteiligung von Besatzungsmitgliedern an der Entführung nicht aus. Möglicherweise habe die "Arctic Sea" auch nicht nur Holz geladen.

Derzeit ist der Frachter unterwegs zum russischen Hafen Novorossijsk. Die "Arctic Sea" war am 23. Juli von Finnland nach Algerien aufgebrochen. Einen Tag später verschwand das Schiff, das unter maltesischer Flagge fährt und im Auftrag einer finnischen Reederei unterwegs war.

Die mysteriöse Fahrt endete Anfang vergangener Woche vor den Kapverden, wo ein russisches Kriegsschiff den Frachter aufbrachte.

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