Causa Mörgeli

Mörgeli vs. Ritzmann: Etappensieg für den SVP-Nationalrat

Christoph Mörgeli darf die Akten im Strafverfahren gegen Iris Ritzmann studieren, beschloss das Gericht.

Christoph Mörgeli darf die Akten im Strafverfahren gegen Iris Ritzmann studieren, beschloss das Gericht.

Christoph Mörgelis ehemalige Arbeitskollegin Iris Ritzmann versucht zu verhindern, dass der SVP-Nationalrat Akteneinsicht im laufenden Verfahren wegen Amtsgeheimnisverletzung erhält. Jedoch lies das Gericht sie abblitzen.

Christoph Mörgeli kann in der Affäre um seine Entlassung einen Etappensieg verbuchen. Es geht dabei um einen wichtigen Punkt im Strafverfahren gegen seine ehemalige Arbeitskollegin Iris Ritzmann. Gegen sie wird wegen Amtsgeheimnisverletzung ermittelt. Sie wird verdächtigt, Berichte, die Mörgeli belasten, an die Presse weitergegeben zu haben. Ritzmann bestreitet dies.

Mörgeli hat Akteneinsicht
Sie versucht aber nach Kräften zu verhindern, dass Mörgeli Einsicht in die Akten erhält - darunter möglicherweise E-Mails an Journalisten und Uni-Kollegen, die sie belasten. Bis jetzt ist ihr das aber nicht gelungen, wie der SonntagsBlick berichtet.

Im Mai beantragte Ritzmann bei der Staatsanwaltschaft, Mörgeli nicht als Geschädigten zuzulassen - und ihm die Akteneinsicht zu verweigern. Es sei zu befürchten, dass der «aggressiv politisch» auftretende SVP-Nationalrat vertrauliche Informationen missbrauchen könnte. Der Staatsanwalt ging darauf nicht ein.

Aus dem pointierten Auftretens Mörgelis könne nicht automatisch geschlossen werden, dass dieser Akten missbräuchlich verwende. Ritzmann erhob Ende Juni Beschwerde beim Obergericht gegen den Entscheid der Staatsanwaltschaft. Das Gericht kam aber vor einem Monat zum Schluss, dass es keinen Grund gebe, Mörgeli den Privatkläger-Status abzusprechen - und ihn damit von den Akten auszuschliessen
Ritzmann kann in dieser Sache jetzt noch ans Bundesgericht gehen - die Chancen, dass dieses den Entscheid der Vorinstanz kippt, wären wohl gering.

Meistgesehen

Artboard 1