Moderne Melioration in Birrwil

Gemeindeversammlung von morgen Donnerstag befindet über einen Kredit zur Planung der Güterregulierung.

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Birrwil

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Aargauer Zeitung

Hanny Dorer

Birrwil ist eine der meistparzellierten Gemeinden im Kanton Aargau. Eine moderne Melioration soll zur Erhaltung von gesunden Landwirtschaftsbetrieben beitragen.
Während zu einem landwirtschaftlichen Hof in der Regel rund 10 Parzellen gehören, liegt diese Zahl in Birrwil bei rund 100 Parzellen pro Hof. Daraus resultieren für die Landwirte beträchtliche Nachteile wie lange Fahrzeiten und eine umständliche Bewirtschaftung. Dieser Zustand soll mit einer modernen Melioration verbessert werden. Herbert Flury vom Ingenieurbüro Flury AG erläuterte den Birrwiler Landwirten an einer Informationsveranstaltung die Vor- und Nachteile einer solchen Melioration. Man kam überein, ein Vorprojekt auszuarbeiten, «welches über den Nutzen und die Zweckmässigkeit einer modernen Melioration in der Gemeinde Birrwil Auskunft gibt», heisst es dazu in den Unterlagen zur Gemeindeversammlung.

Im Vorprojekt ebenfalls berücksichtigt werden muss das grosse Drainagegebiet von Birrwil, dessen Unterhalt durch die grosse Anzahl von Parzellen erheblich erschwert wird.
«Ziel der modernen Melioration ist die Erhaltung und Förderung von wettbewerbsfähigen, gesunden Landwirtschaftsbetrieben», schreibt der Gemeinderat in der Vorlage. Dazu notwendig sei die Schaffung von optimalen Bewirtschaftungsparzellen und der dazugehörigen Erschliessung.
In einem ersten Schritt geht es nun darum, die Ausgangslage, die heutigen Verhältnisse sowie die sich heute stellenden Probleme sauber darzustellen und dafür geeignete Verbesserungsmassnahmen vorzuschlagen. Dabei spielt auch die zukünftige Agrarpolitik eine Rolle.

Für dieses Vorprojekt beantragt der Gemeinderat der Gemeindeversammlung einen Kredit von 48 000 Franken. Sollte sich die Grundeigentümerversammlung aufgrund des Vorprojektes für die Durchführung der modernen Melioration entscheiden, wäre mit Kosten von rund 5,6 Mio. Franken zu rechnen. Darin enthalten sind 2,5 Mio. Franken für den Wegebau, der eine bessere Erschliessung ermöglicht. An diesen Kosten würden sich Bund und Kanton mit je 34 Prozent beteiligen, die Gemeinde hätte 21 Prozent und die Grundeigentümer 11 Prozent zu tragen.

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