Truppenbesuch
Mit dem Armee-Chef auf Weihnachtsbesuch im Kosovo

Der Chef der Armee, Korpskommandant André Blattmann, feierte mit seinen Soldaten im Kosovo. Eine gute Gelegenheit, sich von der Situation im jüngsten Staat Europas ein Bild zu machen. Die Leistung der rund 240 Soldaten ist hier nach wie vor gefragt.

Christian Dorer
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Armee-Chef André Blattmann (2. v.r.) besucht kurz vor Weihnachten die Swisscoy-Truppe im Kosovo. Im Bundesratsjet orienitert Oberst Fridolin Keller, Kommandant SWISSINT, über die Lage im Kosovo. Rechts die Regierungsrätinnen Esther Gasser Pfulg (OW) und Susanne Hochuli (AG).
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Armee-Chef André Blattmann besucht kurz vor Weihnachten die Swisscoy-Truppe im Kosovo. Hier wartet der Superpuma-Helikopter.
Armee-Chef André Blattmann besucht kurz vor Weihnachten die Swisscoy-Truppe im Kosovo. Hier verabschiedet er sich von den Soldaten auf dem Flugplatz Pristina. Im Hintergrund der Bundesratsjet.
Armee-Chef André Blattmann (2. v.l.) besucht kurz vor Weihnachten die Swisscoy-Truppe im Kosovo. Hier ist er im KFOR-Camp "Film City" in Pristina. Rechts von ihm die Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli.
Armee-Chef André Blattmann (l.) besucht kurz vor Weihnachten die Swisscoy-Truppe im Kosovo.
Armee-Chef André Blattmann (r.) besucht kurz vor Weihnachten die Swisscoy-Truppe im Kosovo. Hier verabschiedet er sich von den Soldaten auf dem Flugplatz Pristina. Im Hintergrund der Bundesratsjet.
Armee-Chef André Blattmann besucht kurz vor Weihnachten die Swisscoy-Truppe im Kosovo. Hier eine Aufnahme aus der Luft des KFOR-Camps «Camp Novo Selo».
Armee-Chef André Blattmann besucht kurz vor Weihnachten die Swisscoy-Truppe im Kosovo.
Armee-Chef André Blattmann besucht kurz vor Weihnachten die Swisscoy-Truppe im Kosovo. Hier eine Aufnahme aus dem KFOR-Camp in Prisren.
Armee-Chef André Blattmann besucht kurz vor Weihnachten die Swisscoy-Truppe im Kosovo. Hier das Schweizer Chalet im KFOR-Camp in Prisren.
Armee-Chef André Blattmann (r.) besucht kurz vor Weihnachten die Swisscoy-Truppe im Kosovo. Hier ist er im Stadtzentrum von Mitrovica im Gespräch mit der Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli.
Armee-Chef André Blattmann (Mitte) besucht kurz vor Weihnachten die Swisscoy-Truppe im Kosovo. Hier steht er auf jener Brücke über den Ibar in Mitrovica, die den serbischen vom albanischen Stadtteil trennt.
Armee-Chef André Blattmann besucht kurz vor Weihnachten die Swisscoy-Truppe im Kosovo

Armee-Chef André Blattmann (2. v.r.) besucht kurz vor Weihnachten die Swisscoy-Truppe im Kosovo. Im Bundesratsjet orienitert Oberst Fridolin Keller, Kommandant SWISSINT, über die Lage im Kosovo. Rechts die Regierungsrätinnen Esther Gasser Pfulg (OW) und Susanne Hochuli (AG).

Christian Dorer

Die grösste Gefahr für Schweizer Soldaten im Kosovo lauert nicht von Heckenschützen oder tätlichen Angriffen. Die grösste Gefahr lauert im Strassenverkehr: Die kosovarischen Autos sind klapprige Occasionen aus dem Westen, die Strassen löchrig, die Fahrer immer in Eile. Die achtköpfige Delegation von Armeechef André Blattmann ist bestens geschützt unterwegs: in einem Konvoi von Puch- und Mercedes-Fahrzeugen mit Schweizer Militär-Schildern - er selber in einer gepanzerten Version.

Korpskommandant Blattmann möchte sich nicht nur im Militärcamp orientieren lassen, sondern auch im Feld. Und so fahren wir nach Mitrovica im Norden des Landes. Der Fluss Ibar trennt die Stadt und ihre rund 100 000 Einwohner in einen kosovoserbischen und einen kosovoalbanischen Teil. Beide haben je eine Regierung, die sich für zuständig hält. Die imposante «Austerlitz»-Brücke , die wichtigste Verbindung zwischen Norden und Süden, wurde mit einem riesigen Steinhaufen für Fahrzeuge unpassierbar gemacht. KFOR-Truppen markieren Präsenz - schliesslich war es hier, wo 2004 die März-Unruhen ausbrachen, die das ganze Land innert 24 Stunden in einen bürgerkriegsähnlichen Zustand versetzten.

Schweizer Neutralität gefragt

In diesem Spannungsfeld ist es die Aufgabe der Schweizer Soldaten, in sogenannten «Liaison- und Monitoring-Teams» die Brennpunkte zu überwachen: Sie sprechen mit Entscheidungsträgern auf beiden Seiten. So sollen sie heikle Situationen frühzeitig erkennen - konzertierte Proteste, Strassensperren, Gewaltaktionen. Schweizer Soldaten seien für diese Aufgabe besonders gefragt, sagt Oberst im Generalstab Fredy Keller, der Kommandant von Swissint, dem Kompetenzzentrum für Auslandeinsätze. «Unsere Neutralität ist hier enorm viel wert. Beide Seiten wissen, dass wir unparteiisch sind und keine kolonialen Hintergedanken hegen.»

Die Soldaten erzählen Blattmann von ihrem Alltag: «Man weiss nie, was der Tag bringt - das macht unsere Arbeit hier so spannend», sagt Oberleutnant Sascha Aeppli. Die sechs Dreier-Teams, die täglich ausschwirren, liefern dem KFOR-Hauptquartier jeden Monat Berichte im Umfang von rund 400 Seiten ab. «Überprüft ihr, was daraus gemacht wird?», fragt der Armeechef. «Denn je mehr Meldungen es gibt, desto weniger Schlüsse werden in der Regel daraus gezogen.»

Wie in einer Schweizer Skihütte

Zwei Superpuma-Helikopter der Schweizer Armee sind im Kosovo stationiert. Mit einem davon fliegt der Armee-Chef am späten Nachmittag in den Süden des Landes. Die geringe Flughöhe bietet eine wunderbare Aussicht auf das Land: Auffällig sind die vielen halb fertigen, planlos aufgestellten Backsteinhäuser, die vielen Abfallhalden, aber auch endlos schneebedeckte Wälder. Eine bissige, alles durchdringende Kälte prägt den Winter, eine kaum erträgliche Hitze den Sommer.

Prizren ist die zweitgrösste Stadt Kosovos - und eine der schönsten: Die Altstadt verströmt einen orientalischen Hauch, Moschee und Kirche stehen nah beieinander. Blattmann geht zu Fuss durch die Altstadt, danach geht es zurück ins KFOR-Camp. Rund 800 Soldaten wohnen im weitläufigen Barackendorf - darunter das Gros der Schweizer. Und mittendrin thront stolz das Schweizer Chalet. Drinnen wähnt man sich auf einer Skipiste: Es gibt Fondue und Raclette, Rivella, Toblerone und Appenzeller (einen solchen wird sich der Armeechef als Schlummertrunk genehmigen).

Zwei Mal pro Woche versorgt eine Frachtmaschine die Schweizer Truppe mit Ersatzteilen, Post, Zeitungen, sie bringt die Soldaten heim - jeder hat während seines sechsmonatigen Einsatzes Anrecht auf einmal eine und einmal zwei Wochen Ferien. Die sind auch nötig, denn die Soldaten arbeiten sechs Tage die Woche und im Camp lebt man eng beieinander - die Soldaten dürfen es nur für organisierte Gruppenausflüge verlassen. Denn wenn 5000 KFOR-Soldaten auf eigene Faust in den Ausgang gingen, wäre ein Zwischenfall eine Frage der Zeit.

Plaudern mit dem Armeechef

An diesem Abend sind die Schweizer Soldaten aus allen drei Camps im Kosovo nach Prizren gefahren, um mit ihrem obersten Chef Weihnachten zu feiern. Ein riesiger Baum schmückt die Halle. «Ich weiss, dass es an Weihnachten einsame Momente gibt», sagt Blattmann. «Dank euch können Menschen hier Weihnachten in Frieden feiern. Dafür danke ich euch herzlich.» Jeder bekommt einen Handschlag, ein Sackmesser und eine Schokolade vom Korpskommandanten - Gradabzeichen: drei Sterne.

Blattmann verbringt nur kurze Zeit am Ehrentisch. Dann zieht es ihn zu seinen Soldaten. Für sie ist er schliesslich gekommen. Von ihnen will er erfahren, wie sie ihren Alltag meistern. Sie erzählen ihm von Fahrzeugbergungen mitten im Schnee und von Defekten an KFOR-Infrastrukturen, die die Handwerker unter den Soldaten geflickt haben. «Das ist unsere Milizarmee!», schwärmt Blattmann. «Deshalb bin ich ein solcher Fan der Miliz. Das schafft eine Berufsarmee nicht.»

Abstecher nach Sarajewo

Am nächsten Morgen Empfang beim KFOR-Kommandanten, dem deutschen General-Major Volker R. Halbauer. Er orientiert Blattmann über die aktuelle Lage. Halbauer erhält in diesen Tagen viel Besuch, von Generälen und Ministern, die in der Weihnachtszeit ihre Truppen besuchen. Der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maizière war kurz zuvor ebenfalls da - und parkierte seine Regierungsmaschine neben dem vergleichsweise bescheidenen Bundesratsjet, mit dem Blattmann und seine Gäste angereist sind, darunter auch zwei kantonale Militärdirektorinnen: Landammann Susanne Hochuli (AG) und Regierungsrätin Esther Gasser Pfulg (OW).

Auf dem Rückflug legt die Delegation in Sarajewo einen Zwischenhalt ein. Denn in Bosnien sind 26 Schweizer Soldaten als Friedensbeobachter und Vermittler stationiert. Das Engagement der Schwizer Armee im Ausland kostet 65 Millionen Franken pro Jahr - 1,6 Prozent der Ausgaben. 280 Schweizer Soldaten sind derzeit im Ausland - 240 davon hat Blattmann auf seiner zweitägigen Reise besucht.

Von Sarajewo aus geht es heim nach Bern. Dort herrscht dichter Nebel - ob der Jet in Belp landen kann, bleibt bis zum Schluss fraglich, die Ausweichroute nach Basel ist bereits geplant. Aber es klappt. Und der Armeechef ist zwei Stunden früher in den Weihnachtsferien. Er will nach einem strengen 2012 vor allem ausspannen. In Gedanken jedoch wird er immer auch ein wenig im Kosovo sein.

Armeechef André Blattmann: «Ohne Truppenpräsenz reicht ein Funke»

Herr Blattmann, die Schweizer Armee ist seit 1999 im Kosovo präsent. Warum braucht es sie noch immer?

André Blattmann: Man spürt hier, dass sich die Lage stark verbessert hat. Das ist auch das Verdienst jener Staaten, die Truppen stellen. Man spürt aber auch, dass in mehreren Gegenden noch keine Ruhe herrscht, weil umstritten ist, was wem gehören soll. Es liegt an der Politik, Lösungen zu finden. Bis dann sind die Truppen als stabilisierender Faktor unverzichtbar.

Was geht die Schweiz das alles an?

Sehr viel! In der Schweiz lebt die grösste kosovarische Exilgemeinde. Wir haben alles Interesse daran, dass es nicht eines Tages wieder zu einer Flüchtlingswelle kommt. Was im Kosovo passiert, hat einen direkten Einfluss auf die Schweiz. Wenn sich die Truppen zu früh zurückziehen, setzt man alles aufs Spiel, was bisher erreicht wurde. Ohne Truppenpräsenz reicht ein Funke in diesem Pulverfass, und wir würden um Jahre zurückgeworfen. Nur schon rein finanziell wäre das viel teurer.

Gibt es denn Hoffnung, dass der Kosovo eines Tages ohne Truppen in Frieden leben kann?

Das ist erst dann möglich, wenn eine politische Lösung gefunden wurde. Und eine solche zeichnet sich im Moment nicht ab. Was mich zuversichtlich stimmt: Das Gros der Kosovaren ist unter 25 Jahre alt. Davon haben viele den Krieg glücklicherweise nicht erlebt. Das hilft, Wunden zu heilen. Im Moment aber gibt es noch immer Spannungen zwischen den Ethnien. Am heikelsten ist die Lage im Nord-Kosovo. Auch die Schweiz ist dort engagiert. Gerade weil wir neutral sind, können wir mit beiden Seiten reden und werden geschätzt.

Kritiker sagen: Gerade weil wir neutral sind, hat unsere Armee im Ausland nichts zu suchen.

Solche Ansichten muss man ernst nehmen. Mir persönlich ist es wichtig, dass jeder Auslandeinsatz einen Bezug zur Schweiz hat. Wenn ein solcher nicht besteht, ist auch die Unterstützung im Parlament geringer.

Das Parlament hat den Einsatz im Kosovo bis Ende 2014 bewilligt. Wird es eine Verlängerung geben?

Ich gehe davon aus, dass das Parlament den Einsatz verlängert, wenn keine Verbesserung eintritt. Man darf keine Wunder erwarten. Deshalb planen wir auf jeden Fall damit - absagen kann man immer noch.

Sie planen bereits?

Ja. Denn nicht planen und dann nicht bereit sein, wäre eine schlechte Lösung. Wir werden aus militärischer Sicht eine Verlängerung beantragen. Denn wenn wir hier verhindern, dass alte Wunden aufbrechen, dann ist das auch eine Investition in die Sicherheit unseres Landes.

Die Schweiz hat im Kosovo seit Anfang Jahr erstmals selber ein Kommando inne. Welche Bedeutung hat das?

Ich erachte es als wichtig, dass man international zur Kenntnis nimmt: Die Schweiz bringt sich ein. Erstmals sieht man die Schweizer Flagge bei einem UNO-mandatierten Einsatz. Wir sind nicht Trittbrettfahrer, wir leisten einen hochgeschätzten Beitrag.

Wie machen sich die Milizler unter all den Berufssoldaten?

Hervorragend! Der Einsatz hier liefert weitere gute Argumente für die Milizarmee. Was wir feststellen: Unsere Milizsoldaten sind gefragte Problemlöser. Wir haben eine umfassende Mischung von Berufsleuten und auch - im Gegensatz zu den Berufsarmeen - Bauplaner, Zeichner, Maurer. Unsere Leute sind oft die Einzigen, die innert Kürze ein bauliches Problem lösen können. In diesem Bereich sind wir jetzt schon die beste Armee der Welt (lacht).

Warum besuchen Sie immer um Weihnachten herum Ihre Soldaten im Kosovo?

Ich habe grossen Respekt vor der Leistung unserer Soldaten, ob in der Schweiz oder im Kosovo. Sie arbeiten mit grosser Ernsthaftigkeit. Das kann man nicht hoch genug einschätzen. Hier sind viele junge Leute weit weg von ihren Familien. Da gibt es gerade in der Weihnachtszeit einsame Momente. Unsere Soldaten sollen wissen: Wir denken an sie, ich als Chef der Armee schätze ihren Einsatz. Es soll aber keine Worthülse sein, deshalb komme ich hierher.

Und wie verbringt der Armee-Chef die Festtage?

Ich habe mit meiner Frau abgemacht, dass wir uns die Agenda freihalten. Ich möchte auf die Langlaufski und mal wieder ein Buch lesen. Ich freue mich, ein paar Tage einfach auszuspannen.

Ihnen steht ein intensives Jahr bevor. 2013 wird über die Miliz-Armee abgestimmt.

Bei dieser Initiative geht es ums Eingemachte. Denn in der Schweiz gibt es keine Alternative zur Milizarmee. Es ist ein Trugschluss zu meinen, eine Freiwilligenarmee würde funktionieren. Es wäre zu teuer, und man findet nicht die geeigneten Leute - wir wollen ja keine Rambos oder Söldner. In der Schweiz funktioniert nur eine Armee, die von ihren Bürgern in Uniform kontrolliert wird. Die Initiative hat aber auch ihr Gutes: Sie bietet uns eine wunderbare Chance, den Mehrwert der Miliz zu erklären.

Befürchten Sie die Abschaffung durch die Hintertüre?

Ganz klar! Die Initianten tragen das ja in ihrem Namen. Das lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Letztlich geht es aber nicht um die Armee oder um mich, sondern um die Sicherheit unseres Landes.

Ein zweites grosses Thema ist das Budget: Es geht um 4,7 oder 5 Milliarden für die Armee. Was wären die Folgen des tieferen Betrags?

Es gibt die Möglichkeit, in den drei Armee-Aufträgen weniger Leistung zu erbringen, das heisst dann: weniger Ausrüstung, weniger Infrastruktur oder eine weniger rasche Einsatzfähigkeit. Diese Frage muss vor allem mit den Kantonen diskutiert werden. Auch wenn wir nicht von einem Krieg sprechen - die Leistungen in den Kantonen wären infrage gestellt.

Auch bei der Katastrophenhilfe?

Ja, wir können nicht nur Katastrophenhilfe-Bataillone betreiben, die Armee hat auch andere Aufträge. Wenn man schaut, was auf der Welt derzeit passiert, kann man auch eine Krise oder einen bewaffneten Konflikt nicht ausschliessen - auch in diesem Bereich brauchen wir ein Minimum an Mitteln. Sollen wir Risiken eingehen, weil wir nicht genug Geld investieren wollen, um bereit zu sein? Diesen Entscheid kann ich der Politik nicht abnehmen.

Was ist, wenn das Parlament 2013 den Gripen abschiesst?

Dann sind neue Flugzeuge vorderhand vom Tisch. Ein Nein würde mich aber überraschen. Schliesslich hat das Parlament uns beauftragt, rasch ein Flugzeug zu evaluieren. Wir müssten dann entscheiden, in welche Bereiche wir sonst investieren müssen.

Immerhin hätten Sie die Spardiskussion gelöst.

Wir würden jährlich die 300 Millionen Franken sparen, die für das Flugzeug reserviert sind. Aber ob uns der Bundesrat dieses Geld für etwas anderes geben würde, weiss ich nicht. Zum Budget noch dies: Seit die Eidgenossenschaft besteht, war der Anteil für die Armeeausgaben noch nie so tief wie heute - sieben Prozent. Man könnte sich fragen: Haben sich die viel höheren Ausgaben in früheren Zeiten nicht doch gelohnt, weil wir eigenständig und von Krieg verschont geblieben sind?

(Interview: Christian Dorer)