Gesundheit

Mit 300 zusätzlichen Ausbildungsplätzen gegen Ärztemangel

In der Schweiz sollen rund 300 zusätzliche Ärztinnen und Ärzte ausgebildet werden - allerdings erst ab dem Studienjahr 2018/19. Das beschlossen der Bund und die Kantone am Donnerstag. Die zusätzlichen Kosten belaufen sich auf mindestens 56 Millionen Franken.

Als Mittel gegen den Mangel an Ärzten sollen ab 2018/19 jährlich insgesamt 1100 ausgebildete Medizinerinnen und Mediziner die Universitäten verlassen, wie das Departement des Innern (EDI) und die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren mitteilten. Der "Dialog Nationale Gesundheitspolitik" verabschiedete einen entsprechenden Bericht zur schrittweisen Aufstockung der Studienplätze.

Wie die Mehrkosten für die zusätzlichen Ausbildungsplätze finanziert werden und in welchen Universitäten die Ausbildungen erfolgen sollen, wird noch abgeklärt. Bund und Kantone ziehen namentlich in Betracht, dass der Bund über höhere Grundbeiträge an die Universitäten die Mehrkosten deckt.

Geprüft werden soll auch, ob nebst den bestehenden fünf medizinischen Fakultäten weitere aufgebaut werden sollen. Gleichzeitig wollen Bund und Kantone auch abklären, wie die Grundversorgung über Hausärzte verstärkt werden könnte.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1