Olympische Spiele

Mister St. Moritz kritisiert Olympia-Pläne des Bundesrates

Hanspeter Danuser ist nicht grundsätzlich gegen Olympische Spiele im Bündnerland. (Blick von der Bergstation Corvatsch)

Hanspeter Danuser ist nicht grundsätzlich gegen Olympische Spiele im Bündnerland. (Blick von der Bergstation Corvatsch)

Der langjährige Kurdirektor von St. Moritz, Hanspeter Danuser, kritisiert den Bundesrat für die Pläne, Olympia ins Bündnerland zu holen. Der Bund will an nur zwei Spielstätten die Wettkämpfe austragen. Dies sei eine zu grosse Belastung, meint Danuser

Hanspeter Danuser, der langjährige Kurdirektor von St. Moritz, kritisiert die Olympia-Pläne von Bundesrat und Bündner Regierung. Winterspiele allein in St. Moritz und Davos, «das kann ich mir nicht recht vorstellen», sagt Danuser der «NZZ am Sonntag». So bestehe die Gefahr, dass Olympia mehr kaputtmache, als es der Bevölkerung bringe.

Der frühere Tourismusdirektor ist kein prinzipieller Gegner von Winterspielen im Bündnerland, er kritisiert aber, dass die Organisatoren fast alle Unterkünfte und Spielstätten an nur zwei Orten ansiedeln wollen. «Die Belastung wäre riesig», mahnt er.

Danuser fordert darum die Regierung auf, noch ein zweites Konzept auszuarbeiten. Dieses soll vorsehen, dass nur die Disziplinen, die im Freien durchgeführt werden, in den Bergen stattfinden. Die Wettkämpfe in der Halle wären im Unterland irgendwo zwischen Domat/Ems und Zürich anzusiedeln. «So liesse sich das Versprechen von weissen Spielen in den Bergen auch tatsächlich einlösen», sagt der Tourismus-Experte.

Meistgesehen

Artboard 1