Japan

Ministerpräsident will trotz Finanzskandal nicht zurücktreten

Japanischer Ministerpräsident Yukio Hatoyama

Japanischer Ministerpräsident Yukio Hatoyama

Der japanische Ministerpräsident Yukio Hatoyama will trotz eines Finanzskandals vorerst nicht zurücktreten. Das sagte er vor Journalisten in Tokio. Wenn aber eine «überwältigende» Anzahl von Menschen seinen Rücktritt fordere, werde er darüber nachdenken.

Zuvor hatten Ermittler Hatoyamas früheren Berater Keiji Katsuba angeklagt, Spenden in Millionenhöhe veruntreut zu haben. Hatoyama, der erst seit drei Monaten im Amt ist, sagte, er habe keine Ahnung davon gehabt. Er selbst wurde bislang wegen mangelnder Beweise nicht angeklagt.

Mitte September war Hatoyama, Chef der Demokratischen Partei (DPJ), zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Die Abgeordneten beider Kammern beendeten mit einem klaren Votum für Hatoyama die mehr als 50 Jahre währende Macht der Liberaldemokraten (LDP).

Mit mehr Gewicht für das Soziale wollte Hatoyama Japan aus der Krise führen. In Umfragen sank das Ansehen der neuen Regierung seitdem jedoch.

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