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Mineure und BLS feiern Durchbruch des Rosshäuserntunnels

Ein Mineur steigt mit einer Figur der heiligen Barbara im Arm über den Schutthügel nach der letzten Sprengung

Ein Mineur steigt mit einer Figur der heiligen Barbara im Arm über den Schutthügel nach der letzten Sprengung

Bei Rosshäusern BE haben am Dienstag Mineure die letzte Sprengung im Rosshäuserntunnel vorgenommen. Damit ist ein Tunnel durchbrochen, mit dem die BLS die Bahnverbindung zwischen Bern und Neuenburg verbessern will.

Mit der rund zwei Kilometer langen Röhre begradigt das Bahnunternehmen die heute kurvenreiche, einspurige Strecke zwischen Rosshäusern und der Ortschaft Mauss BE. Die BLS gewinnt so Zeit und aufgrund des Ausbaus der Strecke auf Doppelspur auch betriebliche Kapazitäten. Zudem braucht sie so den heutigen, 110-jährigen Rosshäuserntunnel nicht zu sanieren.

Nach der letzten Sprengung trugen die Mineure am Dienstagvormittag zwei Statuen der heiligen Barbara über den Schutthügel - die Heilige ist die Schutzpatronin der Mineure.

Schwieriger Tunnelbau

Die Bauarbeiten am Rosshäuserntunnel begannen vor drei Jahren. Schon bald stiessen die Bauarbeiter aber auf Schwierigkeiten: Der Fels erwies sich im Kontakt mit Wasser und Luft als viel schwieriger als vorhergesagt. Ein Arbeiter starb im Herbst 2013, als ihm ein Stein auf den Kopf fiel. Die BLS stellte danach die Bauarbeiten eine Zeit lang ein.

Mit einer neuen Vortriebsmethode und dem Vortrieb von beiden Seiten statt nur von Osten her setzten die Bauunternehmen schliesslich die Arbeiten im Januar 2014 fort. Sie sind nun besser vorangekommen als erwartet, wie die BLS am Dienstag bei den Feierlichkeiten zum Tunneldurchstich bekanntgab.

Allerdings wird der Tunnel 18 Monate später fertig als geplant und kostet 265 Millionen Franken statt wie ursprünglich angenommen 200 Millionen. 2017 soll er im Rohbau fertig sein und Mitte 2018 in Betrieb genommen werden.

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