Bergunfälle
Mindestens fünf Wintersportler verunglücken über Ostern tödlich

In den Schweizer Bergen sind über die Ostertage mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, zwei davon durch Lawinen. Die tödlichen Unfälle ereigneten sich alle im Berner Oberland und im Wallis.

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Mehrer Skitourengänger sind am Osterwochenende verunglückt. (Symbolbild)

Mehrer Skitourengänger sind am Osterwochenende verunglückt. (Symbolbild)

Am Ostersonntag wurde ein Tourenskifahrer im Gemeindegebiet von Ulrichen VS von einerLawine mitgerissen und getötet. Der Verunfallte war nach Angaben der Polizei mit einem Kameraden von der Gorno-Griess-Hütte in Richtung Teltschenhorn aufgestiegen.

Als sie auf der Abfahrt waren, löste sich unterhalb des Sulzgrates eine Triebschnee-Lawine, wie die Walliser Kantonspolizei mitteilte. Diese Lawine riss den 44-jährigen Schweizer aus dem Kanton Basel-Stadt mit. Er konnte nur noch tot geborgen werden.

Auf der Iffigenalp an der Lenk im Berner Oberland wurde am Samstagmorgen ein Skitourengänger von einem Schneebrett mitgerissen. Der 35-jährige Schweizer aus dem Kanton Bern konnte nur noch tot geborgen werden. Er war mit einem Begleiter von der Iffigenalp in Richtung Wildstrubelhütte unterwegs gewesen.

In felsigem Gelände abgestürzt

In Gsteig bei Gstaad BE stürzte am Samstag ein 21-jähriger Skifahrer aus dem Kanton Waadt in felsigem Gelände zu Tode. Er war mit einem Begleiter vom "Oldensattel" in Richtung Nägelihore unterwegs gewesen. Dabei gerieten die beiden unvermittelt in felsiges Gelände.

Als der 21-Jährige den Weg ohne Skier sichten wollte, stürzte er über eine Felswand mehrere Meter ab und starb trotz sofortiger erster Hilfe noch am Unfallort, wie die zuständige Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Bern mitteilten.

Am Karfreitag verunglückte ein weiterer Skitourengänger auf der Titlis-Rundtour. Der 23-jährige Schweizer aus dem Kanton Zürich war in einer Dreiergruppe im Gebiet der "Schwarzen Naad" zu einer Abseilstelle unterwegs gewesen, als er nach Angaben der Polizei aus unbekannten Gründen abstürzte. Das Unglück ereignete sich auf dem Gebiet von Gadmen im östlichsten Zipfel des Kantons Bern.

Beim Anhalten gestürzt

Im Walliser Skigebiet Torrent verunglückte am Donnerstag ein 55-jähriger Skifahrer aus dem Kanton Bern tödlich. Er wollte nach Angaben der Polizei am Pistenrand anhalten. Dabei stürzte er, rutschte ausserhalb der Piste rund 50 Meter bergab und prallte gegen einen Baum. Er starb im Spital an seinen schweren Verletzungen.

Schwer verletzt wurde eine Bergsteigerin am Samstag am Piz Kesch oberhalb von Bergün GR. Sie wurde von einem Schneebrett erfasst, als sie rückwärts über eine steile Flanke hinunterging. Die Frau stürzte rund 150 Meter tief ab, wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilte. Ihre beiden Begleiter kamen mit dem Schrecken davon.