Pakistan

Mindestens 45 Tote bei Anschlag auf Markt in Pakistan

Leute stehen um brennendes Autowrack

Leute stehen um brennendes Autowrack

In der pakistanischen Stadt Peshawar hat sich ein Selbstmordattentäter in seinem Auto inmitten eines belebten Markts in die Luft gesprengt und ein Blutbad angerichtet: Mindestens 45 Menschen kamen ums Leben, über 140 wurden bei der Explosion verletzt.

20 Menschen schwebten nach Spitalangaben in Lebensgefahr. Die Polizei teilte mit, der Attentäter habe sich auf dem zentralen Basar im Geschäftsviertel der Stadt in einem Auto mit rund 50 Kilogramm hochexplosivem Sprengstoff in die Luft gesprengt. Der Sprengstoff sei in die Türverkleidungen eingebaut gewesen.

Auf Fernsehbildern waren mehrere zerstörte Fahrzeuge und ein Bus zu sehen, den die gewaltige Druckwelle auf die Seite geworfen hatte. "Überall war Blut, waren Verletzte", berichtete ein Überlebender. "Sie schrien um Hilfe. Ich musste mitansehen, wie sie vor meinen Augen starben."

Zunächst übernahm niemand die Verantwortung für die Tat. Die pakistanischen Taliban haben aber Rache für den Tod ihres Anführers Baitullah Mehsud geschworen, der im August bei einem US-Raketenangriff getötet worden war.

In den vergangenen zwei Jahren starben in Pakistan mehr als 2000 Menschen bei fast 300 Anschlägen, die in der Mehrheit den pakistanischen Taliban zugeschrieben wurden.

Peshawar ist die Hauptstadt der Nordwest-Provinz an der Grenze zu Afghanistan. Die dortigen Stammesgebiete sind eine Hochburg der Taliban und des Terrornetzwerks Al-Kaida von Osama bin Laden. Diese verüben auch immer wieder Anschläge auf Nachschub-Lieferungen für die internationalen Truppen in Afghanistan.

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