Irak

Mindestens 25 Tote bei Anschlägen gegen Schiiten vor Fest

Ein Verletzter in einem Spital in Sadr City

Ein Verletzter in einem Spital in Sadr City

Wenige Tage vor Beginn des schiitischen Aschura-Festes haben Extremisten im Irak den Terror gegen die grösste Religionsgruppe im Land verstärkt. Bei Bombenanschlägen in Bagdad, Hilla und Kerbela wurden mindestens 25 Menschen getötet und über 100 verletzt.

Auf einem Bus- und Taxibahnhof in Hilla, 100 Kilometer südlich von Bagdad, explodierten gleichzeitig eine Autobombe und ein Sprengsatz. Mindestens 15 Menschen starben und 75 weitere wurden verletzt, bestätigten irakische Sicherheitskreise.

Unter den Opfern waren vor allem schiitische Pilger, die sich bereits auf dem Weg zum südirakischen Heiligtum Kerbela befunden hatten. Aber auch ein hochrangiger Polizeioffizier, zwei seiner Beamten und ein örtlicher Funktionär der Dawa-Partei von Ministerpräsident Nuri al-Maliki wurden bei dem Anschlag getötet.

Bei zwei Anschlägen auf schiitische Begräbnisse in den Bagdader Stadtteilen Safaranija und Sadr-City wurden insgesamt acht Menschen getötet und 30 weitere verletzt.

In Kerbela, 100 Kilometer südlich von Bagdad, starben bei zwei Explosionen insgesamt zwei Menschen, 13 weitere wurden verletzt. Die Sicherheitskräfte entschärften darüber hinaus neun Bomben, die entlang der nach Bagdad führenden Strasse versteckt waren.

Das Aschura-Fest erinnert an den Tod des Propheten-Enkels Hussein in der Schlacht von Kerbela im Jahr 680. Die Schiiten verehren ihn als Märtyrer ihrer Glaubensrichtung.

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