Am Sonntag hatten zwei Selbstmordattentäter binnen weniger Minuten zwei Bomben vor dem Justizministerium sowie einem Verwaltungsgebäude gezündet.

Regierungssprecher Ali el Dabbagh erklärte, der Anschlag weise die Handschrift von al-Kaida und seiner Verbündeten auf und könnte gegen die geplante Parlamentswahl im Januar gerichtet sein. Auch der irakische Innenminister Dschawad al-Bolani äusserte sich ähnlich. Zu der Tat bekannte sich bislang niemand.

Mit Trauer und Bestürzung reagierte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon am Sonntag auf die Anschläge. Er verurteilte die "sinn- und wahllosen Gewalttaten, die sich erneut gegen Unschuldige richteten und darauf zielten, den Wiederaufbau des Irak zu stören", scharf, sagte ein Sprecher des UNO-Chefs in New York.

Auch die Schweiz verurteilte die beiden Anschläge. Es handle sich um "einen Akt sinnloser Gewalt und Grausamkeit", schrieb das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in einer Medienmitteilung.