Das Votum des Schweizer Volkes "transportiere Hassgefühle der extremen Rechten gegen den Islam und die Muslime", hiess es in einer zum Abschluss der Session in Kairo verabschiedeten Resolution.

"Wir wünschen, dass das Schweizer Volk auf den abwegigen Entscheid zurückkommt". Zurzeit sei es nötig, die Zusammenarbeit und den konstruktiven Dialog zwischen den Mitgliedern aller Glaubensgemeinschaften zu fördern, hielten die arabischen Parlamentarier weiter fest.

Die Volksinitiative zum Verbot von Minaretten war am 29. November vom Schweizer Volk überraschend klar mit 57,5 Prozent der Stimmen angenommen worden.

Das Arabische Parlament ist ein Organ der Arabischen Liga. Es besteht aus 67 Vertretern aus 22 Ländern. Präsidiert wird es von Nabib Berri, dem Vorsitzenden des libanesischen Parlamentes. Sessionsort ist die ägyptische Hauptstadt, Sitz der Liga ist Damaskus.