In der abgelaufenen Fussballsaison organisierte die SBB 140 Fussball-Extrazüge - damit mögliche Randalierer nicht Passagiere in normalen Zügen stören. Drei Millionen Franken Schaden verursachten Fussball-Rowdies in den Extrazügen.

SBB stellt zwei Hauptforderungen

SBB-Sprecher Reto Kormann sagt gegenüber «10vor10»: «Wir haben Schäden praktisch jedes Wochenende. Wir wollen das unseren Kunden und unseren Mitarbeitern nicht mehr länger zumuten.» An den Schäden sind Randalierer praktisch aller Super-League Klubs beteiligt.

Die SBB fordert jetzt konkrete Massnahmen, um gegen das Problem vorzugehen. SBB-Sprecher Reto Kormann: «Klubs sollten mehr Verantwortung übernehmen müssen für das Verhalten ihrer Fans in Bahnhöfen und Zügen. Jene, die die Schäden verursachen, sollten auch für die Schäden aufkommen.»

Die SBB geht noch weiter und will gar gewalttätige Fans ab der neuen Saison nicht mehr transportieren. «Wir sollten von der Transportpflicht befreit werden. Gewaltbereite Fans wollen wir nicht mehr transportieren», so Kormann.

Viele Vereine schweigen

Die Swiss Football League (SFL) sowie zahlreiche Spitzenvereine wollten sich gegenüber «10vor10» nicht zur Kostenübernahme durch die Klubs äussern.

Als einziger Verein schreibt der FC Basel gegenüber: «Der FC Basel unternimmt seit Jahren grosse Anstrengungen mit Fanbegleitern, um bei Auswärtsspielen Schäden in Extrazügen zu vermeiden. Schäden bedauert der FCB ausdrücklich. Allfällige Konsequenzen wird der FCB direkt mit den SBB regeln.»