Zuwanderung

Milliardär Vekselberg will sich in der Schweiz einbürgern lassen

Will «ernsthaft» Schweizer werden: Der russische Milliardär Viktor Vekselberg.

Will «ernsthaft» Schweizer werden: Der russische Milliardär Viktor Vekselberg.

Der russische Milliardär Viktor Vekselberg, der seit 2004 einen offiziellen Wohnsitz in der Schweiz hat, will sich hier einbürgern lassen. Er beabsichtige «ernsthaft, in drei Jahren ein Einbürgerungsgesuch zu stellen», erklärt sein Anwalt.

Vekselbergs Anwalt hat das im Rahmen eines Lex-Koller-Verfahrens angegeben, das seit Dezember 2012 im Kanton Zug gegen Vekselberg läuft. Er beabsichtige «ernsthaft, in drei Jahren ein Einbürgerungsgesuch zu stellen», heisst es dazu in einem Entscheid, den das Zuger Verwaltungsgericht im Dezember 2013 gefällt und anschliessend in anonymisierter Form im Internet veröffentlicht hat. Publik gemacht hat den Antrag nun die «NZZ am Sontag».

Vekselbergs Sprecher in der Schweiz, Rolf Schatzmann, wollte sich dazu nicht äussern. Vekselberg hatte von 2004 bis 2010 seinen Wohnsitz in Zürich und seither in Zug.

Ob der russische Milliardär Viktor Vekselberg tatsächlich in Zug wohnt oder nicht, ist indes umstritten. Es schwelt dazu seit mehr als einem Jahr ein Rechtsstreit, wie «NZZ am Sonntag» öffentlich macht.

Nachdem Vekselberg am Zugerberg eine Luxuswohnung gekauft hatte, verfügte die Zuger Volkswirtschaftsdirektion im Dezember 2012, dass der Russe seinen rechtlichen Wohnsitz in Zug habe und dass damit der Erwerb der Wohnung nicht gegen die Lex Koller verstosse. Diese verbietet unter anderem den Kauf von Zweitwohnungen durch Ausländer in der Schweiz.

In der Folge legte die Zuger Innendirektion allerdings Beschwerde gegen die Verfügung ein und bemängelte, Vekselberg habe den Nachweis seines «tatsächlichen Wohnsitzes in Zug» nicht erbracht.

Unterstützung erhielt die Innendirektion durch das Bundesamt für Justiz, das am Verfahren beteiligt ist und das die Beschwerde der Innendirektion unterstützte. Im Dezember 2013 gab das Zuger Verwaltungsgericht dann Viktor Vekselberg und der Zuger Volkswirtschaftsdirektion Recht und wies die Beschwerde der Innendirektion ab.

Der Entscheid ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Er ist nicht nur im Zusammenhang mit dem Kauf der Luxuswohnung von Belang, sondern auch mit der Besteuerung von Viktor Vekselberg. Sollte der Russe in Zug nur einen Scheinwohnsitz haben, käme er nicht in den Genuss einer Pauschalsteuerung. (rsn)

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