Westsahara

Menschenrechtsaktivistin Haidar kehrt in Westsahara zurück

Menschenrechtsaktivistin Aminatou Haidar

Menschenrechtsaktivistin Aminatou Haidar

Das Drama der Bürgerrechtlerin Aminatou Haidar aus der Westsahara hat ein Ende. Nach einem einmonatigen Hungerstreik in Spanien ist die 43-Jährige am Morgen in ihre Heimat zurückgekehrt.

Ein auf der spanischen Kanareninsel Lanzarote gestartetes Flugzeug landete am Morgen auf dem Flughafen von Laâyoune in der Westsahara, wie marokkanische Behörden mitteilten. Nach Polizeiangaben wurde sie auf dem Flughafen von Angehörigen empfangen.

Haidar hatte am Donnerstagabend ein Spital auf Lanzarote verlassen, in das sie durch den Hungerstreik geschwächt auf eigenen Wunsch eingeliefert worden war. Haidar protestierte mit ihrem Hungerstreik dagegen, dass ihr die marokkanischen Behörden nach der Teilnahme an einer Preisverleihung in den USA die Wiedereinreise verweigert hatten.

Zur Begründung hiess es, Haidar leugne ihre marokkanische Identität. Seit der Abschiebung durch Marokko hielt sich Haidar auf dem Flughafen von Lanzarote auf.

Wie der französische Präsidentenpalast am Donnerstagabend erklärte, hatte Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy während eines Gesprächs mit Marokkos Aussenminister Taib Fassi Fihri am Dienstag in Paris die marokkanische Regierung darum gebeten, Haidar ihren Reisepass zurückzugeben, um ihre Rückkehr zu ermöglichen.

Demnach teilte Marokkos König Mohamed VI. Sarkozy am Donnerstag mit, dass sein Land der Rückkehr Haidars zustimme. Haidar hat zwei Kinder, die in der Westsahara leben.

Der Status der Region ist seit Jahrzehnten umstritten. Der Internationale Gerichtshof entschied 1975, dass das saharauische Volk ein Recht auf Selbstbestimmung habe und forderte ein Referendum über die Zukunft der Region. Dieses fand nie statt.

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