Giezendanner

«Meine Frau fragte mich: Wieso willst Du Dir diese Aufgabe auch noch aufbürden?»

Ständerat Filippo Lombardi (CVP-TI), Nationalrat Jacques Bourgeois (FDP-FR), Nationalrat Walter Glur (SVP-AG) und Nationalrat Ulrich Giezendanner (SVP-AG) (v.l.)

Ständerat Filippo Lombardi (CVP-TI), Nationalrat Jacques Bourgeois (FDP-FR), Nationalrat Walter Glur (SVP-AG) und Nationalrat Ulrich Giezendanner (SVP-AG) (v.l.)

Statt Bundesrat zu werden, will SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner sich lieber auf seine Aufgabe als Transportunternehmer und Familienoberhaupt konzentrieren.

Vasilije Mustur

SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner steht seiner Partei als Sprengkandidat nicht zur Verfügung - dies sagte er heute in der Sendung «Duell aktuell» auf Tele M1. Wiewohl sich Giezendanner das Amt des Verkehrsministers zugetraut hätte, verzichtet der Aargauer Transportunternehmer zugunsten seiner Partnerin und Familie auf eine Bundesratskandidatur.

«Meine Frau war dagegen. Sie hat mich gefragt: <Wieso willst Du Dir diese Aufgabe auch noch aufbürden>?», erklärt der Politiker. «Zudem möchte meine Frau auch noch Zeit mit mir verbringen.»

Söhne wollten Vater nicht gehen lassen

Es sei aber nicht so, dass ihm seine Lebenspartnerin (er bezeichnet sie im Gespräch wiederholt als seine Frau, ist aber nicht verheiratet) eine Kandidatur verboten habe. «Wenn ich kandidieren würde, hätte sie mich unterstützt - wie immer.» Der Politik kehrt Giezendanner indes nicht den Rücken - im Gegenteil. So will der Unternehmer den Ständeratssitz von Parteikollege Maximilian Reimann beerben.

Neben seiner Partnerin hätten ihn auch seine drei Kinder, vor allem die beiden Söhne, bearbeitet. Diese hätten laut Giezendanner eine Bundesratskandidatur und eine allfällige Wahl bedauert, nicht zuletzt wegen seiner Funktion in der gemeinsamen Firma.

Auf Giezendanner wartet ein anderer Grossauftrag

Darüber hinaus spricht Giezendanner von einem grossen Auftrag, den sein Unternehmen an Land ziehen konnte. «Er kommt aus dem EU-Raum,» verrät der SVP-Nationalrat.

Auch dies habe mit seiner Entscheidung zu tun - schliesslich wolle Giezendanner dieses Mandat zusammen mit seinen Söhnen seriös und zur Zufriedenheit des Kunden abwickeln.

Rime steht auf Fünfer-Ticket

Nach Fraktionschef Caspar Baader und Unternehmer Peter Spuhler ist Ulrich Giezendanner damit der dritte SVP-Politiker, der sich von einer Bundesratskandidatur distanziert. Heute wird die Parteispitze jedoch ihre fünf Kandidaten präsentieren. «Ich gehe davon aus, dass Jean-Francois Rime darunter ist», sagt Giezendanner zu «a-z.ch». Wer die übrigen vier Kandidaten sind, konnte Giezendanner nicht beantworten.

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