Die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten fürchtet sich nicht vor einer AKW-Katastrophe, wie sie Japan in Fukushima erlebte. 54,5 Prozent sagen in einer repräsentativen Umfrage des Marktforschers Marketagent.com für die Zeitung „Schweiz am Sonntag“, sie hätten keine Angst vor einer solchen Katastrophe in der Schweiz. 37,3 Prozent der Befragten hingegen sehen das anders, 8,2 Prozent antworten mit «Weiss nicht».

Marketagent.com befragte im Zeitraum vom 27. Oktober bis zum 4. November 1073 stimmberechtigte Personen aus der Deutsch- und der Westschweiz. Die höchsten Befürchtungen im Zusammenhang mit einer AKW-Katastrophe haben Frauen aus der Westschweiz. Ihr Ja-Anteil liegt bei 46,7 Prozent.

Frauen aus der Deutschschweiz hingegen liegen mit 33,1 Prozent unter dem generellen Ja-Schnitt der Umfrage. Obwohl die Furcht vor einer Katastrophe gering ist, spricht sich die Mehrheit in der Umfrage für einen schnellen Ausstieg aus der Atomenergie aus. 51,5 Prozent der Bevölkerung betonen, dass sie – Stand heute – Ja sagen zur Initiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie», über die am 27. November abgestimmt wird. 24,6 Prozent lehnen die Initiative ab. Der Anteil der Unentschlossenen liegt bei 23,9 Prozent.

Als Energieträger mit dem grössten Potenzial gelten Sonne, Wasser und Wind, wie die Umfrage für die Zeitung „Schweiz am Sonntag“ zeigt. Das höchste Potenzial orten die Befragten bei der Sonnenenergie (77,1 Prozent). Danach folgen Wasserkraft (68,1 Prozent) und Wind (59,3 Prozent). Biomasse (28,6) und Erdgas (15,1) stehen noch vor der Kernenergie, die nur auf 14,1 Prozent kommt. Abgeschlagen am Schluss der Rangliste liegt Kohle mit nur gerade 2,6 Prozent.