Angriff

Mehrere Polizisten bei Berner Reitschule verletzt

Ort der Scharmützel: die Berner Reitschule. (Archiv)

Ort der Scharmützel: die Berner Reitschule. (Archiv)

Bei einem Polizeieinsatz sind am Samstagabend drei Polizisten bei der Reitschule in Bern verletzt worden. Vermummte hatten sie mit Flaschen, Steinen und Eisenstangen beworfen.

Eine Polizeipatrouille sei bei der Schützenmatte präventiv unterwegs gewesen, als sie angegriffen worden sei, sagte Christoph Gnägi, Sprecher der Berner Kantonspolizei.

Gegen 23.30 Uhr sei die Patrouille durch eine Gruppe, in der sich auch Vermummte befanden, von der Reitschule her mit Wasserballonen beworfen und bedrängt worden. Die Polizei habe sich daraufhin in Wurfdistanz zurückgezogen, und die Gruppe sei vorübergehend ins Innere der Reitschule zurückgegangen.

Steine und Gummischrot

Kurz nach Mitternacht hätten sich dann erneut von der Reitschule her rund zwei Dutzend Personen und wiederum zahlreiche Vermummte versammelt. Aus der Menge heraus sei die Polizei von diesen gezielt mit mehreren Flaschen beworfen worden.

Als weitere Einsatzkräfte der Polizei vor Ort eintrafen, wurden diese laut Polizeiangaben ebenfalls mit Steinen, Flaschen, Eisenstangen und Feuerwerkskörpern angegriffen. Die Polizei setzte ihrerseits Gummischrot und Reizstoff ein.

Drei Polizisten wurden verletzt, zwei davon mussten in Spitalpflege gebracht werden. Ein Ambulanzteam betreute nach Polizeiangaben vor Ort mehrere Personen, die aufgrund des Reizstoffeinsatzes Beschwerden hatten.

Acht Personen wurden schliesslich von der Polizei angehalten. Die Angehaltenen wurden für weitere Abklärungen auf eine Polizeiwache gebracht. Sie werden sich nach Polizeiangaben alle vor der Justiz verantworten müssen.

Weitere Polizistin verletzt

Am Sonntagmorgen wurde zudem im französischen Thoiry eine Waadtländer Polizistin schwer verletzt und ins Genfer Universitätsspital eingeliefert, wie ein Sprecher der Genfer Polizei auf Anfrage bestätigte. Ein Polizistenteam hatte mutmassliche Diebe von Coppet nach Divonne verfolgt. Die Verdächtigen hatten im waadtländischen Etagnières einen Wohnwagen gestohlen.

Die Verfolgungsjagd endete schliesslich im französischen Val Thoiry, als der Verdächtige in das Polizeiauto fuhr. Zwei Personen wurden verhaftet. Die Ermittlungen werden von den französischen Behörden geführt.

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