Insbesondere Laboruntersuchungen seien notwendig, um die Todesursache zu ermitteln. Mit den Ergebnissen sei erst in einigen Wochen zu rechnen, heisst es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland.

Die Obduktion hatte am 19. März am Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich stattgefunden. Die bisherigen Befunde der Obduktion erlaubten keine sicheren Rückschlüsse auf vorbestehende Erkrankungen oder Fremdeinwirkung.

Der 29-jährige Nigerianer, auf dessen Asylgesuch das Bundesamt für Migration nicht eingetreten war, starb am letzten Mittwoch auf dem Flughafengelände, nachdem er sich gegen seine Rückführung gewehrt hatte.

Er sollte zusammen mit weiteren 15 Ausschaffungshäftlingen mit einem Sonderflug nach Nigeria ausgeschafft werden. In den Tagen vor seinem Tod hatte er die Nahrungsaufnahme verweigert.

Im Ausschaffungsgefängnis von Zürich-Kloten sind derweil mehrere Häftlinge in den Hungerstreik getreten. Wie eine Sprecherin des Amtes für Justizvollzug auf Anfrage der SDA erklärte, schicken sie seit einigen Tagen ihre Mahlzeiten unangetastet zurück.

Von einem flächendeckenden Hungerstreik könne jedoch nicht die Rede sein, da höchstens zehn Häftlinge daran teilnähmen. Insgesamt bietet das Ausschaffungsgefängnis beim Flughafen Platz für 106 Ausschaffungshäftlinge.

Wie lange sie hungern wollen, ist unklar. "Wir wissen auch nicht, was sie damit genau fordern", sagte Rebecca de Silva, Sprecherin des Amtes für Justizvollzug des Kantons Zürich. Man gehe aber davon aus, dass das Hungern mit dem Todesfall vom letzten Mittwoch zusammenhängt.