Alex Hürzeler

Mehr Zeit für neue Promotionsverordnung – Hürzeler setzt Marke

Gefällt hat den Entscheid die Aargauer Gesamtregierung, doch er trägt ganz klar die «Marke Hürzeler»: Der neue Bildungsdirektor geht auf die Kritik der Lehrpersonen an der Umsetzung der neuen Promotionsverordnung ein und verschiebt deren Einführung auf Beginn des Schuljahres 2010/11.

Künftig soll es an der Volksschule Aargau nur noch ein beförderungswirksames Zeugnis geben: am Ende des Schuljahres. Nach einem Semester gibt es einen Zwischenbericht mit Worten und «Orientierungsnoten».

Und: Alle Fächer sollen künftig für die Promotion zählen. Doch die Kritik der Lehrpersonen richtete sich nicht gegen diese Kernpunkte; sie sind im Wesentlichen akzeptiert. Kritisiert wurden vielmehr die schwer zu handhabenden Einführungsinstrumente, die komplizierte, äusserst aufwändige Umsetzung, die teilweise ungenügende Weiterbildung und der ehrgeizige Zeitplan.

Die alte Bildungsadministration hatte Ende 2008 noch versucht, den Schaden durch eine Etappierung der Einführung zu begrenzen. Doch dies führte nur zu neuer Kritik und Unsicherheit: So herrsche in der Übergangszeit die totale Uneinheitlichkeit.

«Es gibt keinen Abbruch der Übung»

«Der Etappierungs-Beschluss vom letzten Dezember war nicht durch den Regierungsrat abgesegnet; es war mir deshalb wichtig, mit dem Thema in die Gesamtregierung zu gehen», sagt Bildungsdirektor Alex Hürzeler, macht aber kein Hehl daraus, dass der Verschiebungs-Antrag von ihm stammt.

Der Bildungsdirektor macht aber auch klar: «Es gibt keinen Abbruch der Übung. 2010 wird es eine neue Promotionsverordnung geben und es ist nach heutigem Stand nicht vorgesehen, auf die Kernpunkte zurückzukommen. Vielmehr geht es darum, die Unsicherheit der Lehrerinnen und Lehrer punkto Umsetzung ernst zu nehmen, ihnen mehr Zeit für Weiterbildung und Vorbereitung zu geben und gewisse Beurteilungsinstrumente zu vereinfachen.»

Überarbeitung bis September

Die überarbeiteten Instrumente, insbesondere eine vereinfachte Version der Zwischenberichte, sollen gemäss Hürzeler im Frühherbst vorliegen, so bleiben den Schulleitungen und Lehrpersonen rund Dreivierteljahre für eine geordnete Vorbereitung. Die Etappierung entfällt. Vorderhand gelten die bisherigen Bestimmungen für die Erstellung von Zeugnissen. Die neue Promotionsverordnung wird für alle Schulen mit allen Bestandteilen auf den gleichen Zeitpunkt (August 2010) hin eingeführt. (FA)

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