Wie der Sprecher des Grenzwachtkorps Lugano, Davide Bassi, am Dienstag auf Nachfrage der SDA sagte, werden so gut wie alle wieder nach Italien zurückgeschickt. Gültige Papiere besitze fast keiner von ihnen.

Von den bisher registrierten Tunesiern sei aber nur ein geringer Teil in den vergangenen Wochen mit dem Boot in Lampedusa angekommen. Die Mehrheit halte sich nach eigenen Angaben schon länger in Italien auf.

Die Situation sei bislang in keiner Weise angespannt, betont Bassi. Dies läge auch an der Tatsache, dass saisonbedingt aktuell weniger Einwanderer aus Nigeria registriert werden. Diese bleiben vermehrt in Italien, um Arbeit als Erntehelfer oder in Tourismusgebieten zu suchen.

Eine Aufstockung des Grenzwachtkoprs ist entsprechend bisher nicht angeordnet worden. "Wir haben aber die Zusicherung, bei Bedarf jederzeit kurzfristig Verstärkung aus anderen Kantonen zu bekommen", sagte Davide Bassi.