Herbetswil

Mehr Steuergeld geflossen

Abschied: Gemeinderätin Mirjam Müller übereicht Hans Fluri ein Geschenk zum Abschied.

Herbetswil

Abschied: Gemeinderätin Mirjam Müller übereicht Hans Fluri ein Geschenk zum Abschied.

Des Gemeindepräsidenten Abschied, ein erfreulicher Rechnungsabschluss, Kredite, aber auch Vandalismus waren Themen bei der Rechnungsgemeindeversammlung Herbetswil.

Gabriela Huber

Nach 12 Jahren als Gemeindepräsident hat Hans Fluri seine letzte Gemeindeversammlung geleitet. Besonnene Politik des Gemeinderates, vorbildliche Budgetdisziplin der Kommissionen sowie glückliche Umstände machten es möglich, dass während dieser Zeit aus dem Bilanzfehlbetrag über 884 000 Franken ein Eigenkapital von 343 000 wurde, und die Pro-Kopf-Verschuldung von 7332 auf 4396 Franken reduziert werden konnte. Trotzdem hat Herbetswil alle notwendigen Investitionen getätigt und die Infrastruktur à jour gehalten.

Erfreuliche Jahresrechnung

Dank dem hervorragenden Cashflow von 320 040 Franken wurden nebst ordentlichen Abschreibungen ein Drittel der letztjährigen Investitionen für den Umbau und die Sanierung der Rinderscheune auf der Allmend abgeschrieben. Die Versammlung folgte dem Vorschlag des Gemeinderates, den restlichen Ertragsüberschuss von 60 698 Franken nicht voll dem Eigenkapital zuzuschreiben, sondern 60 000 Franken als Vorfinanzierung für das geplante Wasserreservoir auszuscheiden.

Die Steuererträge der natürlichen Personen lagen rund 65 000 Franken über den Erwartungen, so dass die Einnahmen seit langer Zeit wieder die Millionengrenze erreichten.

Wegen der Reparatur einiger Lecks schliesst die Wasserrechnung mit einer Entnahme von 11 000 Franken aus der Spezialfinanzierung ab. Dies war bereits budgetiert. Dagegen kann die Abwasserrechnung eine Einlage von 8655 Franken tätigen, die Abfallentsorgung weist einen Überschuss von 2455 Franken auf.

Liegenschaft Allmend viel teurer

Ursprünglich ging man davon aus, dass der verpachtete Sömmerungs- und Landwirtschaftsbetrieb auf der Allmend für 540 000 Franken saniert werden kann. Doch bereits in der ersten Bauphase vor zwei Jahren war aufgrund des hohen Sanierungsbedarfs beim Wohnhaus, der Erneuerung der gesamten elektrischen Installationen und der Heizung Nachtragskredit von 94 000 Franken notwendig.

Weitere unvorhergesehene Sanierungsmassnahmen beim Stallgebäude mit massiveren Balkenlagen, einer neuen Dacheindeckung sowie Terrainveränderungen und Umgebungsarbeiten liessen die Baukosten auf 722 985 Franken ansteigen.

Der Gemeinderat bedauert die Kostenüberschreitung. Gemeindepräsident Hans Fluri betonte, dass nun aber für viele Jahre eine rationelle Bewirtschaftung des Landwirtschaftsbetriebes gewährleistet werden kann. Unter diesem Aspekt wurde der Schlussabrechnung für die Sanierung der Allmend diskussionslos zugestimmt.

Wasserversorgung verbessern

Die Gemeinde Herbetswil möchte im Zusammenhang mit dem Neubau des Wasserreservoirs die Berghöfe auf der Nordseite erschliessen, weil die bisherige Versorgung aus privaten Quellen in quantitativer wie auch qualitativer Hinsicht nicht immer gewährleistet werden konnte.

Weil die Elektra Thal als Stromversorger noch im Herbst dieses Jahres die Freileitungen in die Erde verlegen wird, möchte der Gemeinderat die Gelegenheit für die gemeinsamen Grabarbeiten nutzen und in einer ersten Etappe die Leitungen vom Standort des neuen Reservoirs bis hinauf in die «Wäscheten» verlegen.

Für dieses Teilstück werden der Wasserversorgung Bruttokosten über 340 000 Franken belastet, der Abwasserentsorgung 55 000 Franken. Die Teilkredite dazu wurden vom Souverän genehmigt. Die Auflage der generellen Wasserversorgungsplanung sowie die Wasserversorgungsplanung und der Entwässerungsplan der Berghöfe Nord liegen samt technischem Bericht, hydraulischen Netzberechnungen sowie Planunterlagen bis am 3. Juli 2009 auf der Gemeindeverwaltung auf.

Mehr Vandalismus

Franz Peier berichtete in seiner Funktion als Schulhausabwart, dass in letzter Zeit vermehrt Beschädigungen an den Schulanlagen durch Vandalenakte hingenommen werden mussten. Der Gemeinderat möchte die Bevölkerung und die Eltern sensibilisieren, indem das Thema in der Schule vermehrt angesprochen wird und dazu auffordern, entsprechende Beobachtungen umgehend zu melden.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1