Mehr Schutz für Fussgänger

Der gefährliche Fussgänger-übergang über die Hauptstrasse beim Gemeindehaus/ Schürhof in Künten wird entschärft. Der Gemeindebeitrag daran war nicht unumstritten.

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Strasse künten.jpg

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Aargauer Zeitung

«Das Hauptproblem besteht in der beschränkten Sichtweite von nur 25 Metern auf der Seite Gemeindehaus», beschrieb Gemeinderat Emil Meier an der von 84 (von total 1118) Stimmberechtigten besuchten Gemeindeversammlung in Künten die Situation beim Fussgängerstreifen über die Hauptstrasse zum Schürhof. An dieser Stelle soll in Absprache mit dem Kanton daher der Strassenrand beim Gemeindehaus um 1 Meter hinausversetzt und auf der gegenüberliegenden Seite um ebenfalls 1 Meter zurückversetzt werden. Damit erhöhe sich die Sichtweite auf über 70 Meter, hob Meier hervor zum Projekt. Dieses geht auf eine von 130 Personen unterzeichnete Petition zurück und kostet total 205 000 Franken, wovon Künten 46% oder eben 95 000 Franken zu übernehmen hat.

Auch Weg für Hausabbruch geebnet

Dieser Gemeindebeitrag wurde vom Souverän kritisch hinterfragt. Die Fragen reichten von der Beitragshöhe (könnte nur mit Antrag an den Regierungsrat reduziert werden) über die Verlegung des Streifens Richtung Baden vor die Einmündung der Strasse von Bellikon (wäre mit höheren Kosten für Landerwerb und Mauerverlegung verbunden) bis zu Alternativen wie Ampel, Blinklicht oder Spiegel, die vom Kanton alle nicht goutiert werden, wie Meier betonte. Er hob zugleich die Sicherheit für Schulkinder hervor. «Es geht nicht nur ums Geld, sondern um Menschen», sagte Finanzkommissionspräsident Markus Schüpbach, der von einer «guten Investition» sprach, die letztlich mit 59 gegen 11 bejaht wurde. Zugestimmt wurde auch der Entlassung des Wohnteils am baufälligen Gebäude Hauptstrasse 40 aus dem Substanzschutz. Damit ist der Weg frei zum Abbruch der Liegenschaft und zu nachfolgendem Neubau. (atp)