Schulhaus Erbslet
Mehr Platz im Schulhaus Erbslet

Im Mittelpunkt der Gemeindeversammlung von Villigen dürfte ein Kredit von 1,14 Millionen Franken für eine Schulraumerweiterung in der Schulanlage Erbslet stehen. Mit dem zusätzlichen Schulraum soll die Möglichkeit geschaffen werden, Schule und Kindergarten im Erbslet zusammenfassen zu können.

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Schulhaus Erbslet

Schulhaus Erbslet

Aargauer Zeitung

Louis Probst

Bis heute sind in Villigen Schule und Kindergarten räumlich getrennt. Die Schule hat ihren Standort in der Anlage im Erbslet. Der Kindergarten ist in der alten Schulanlage im Winkel untergebracht. Spätestens seit dem Zusammenschluss von Stilli und Villigen drängt sich aber eine «Zusammenführung» von Kindergarten und Schule auf. Im Vertrag über den Zusammenschluss der beiden Gemeinden ist nämlich klar festgehalten, dass der Kindergarten in Zukunft zentral in der Schulanlage im Erbslet geführt werden müsse.

Klarheit nach Kleeblatt-Abstimmung

Eine gewisse Schwierigkeit für die Planung hatte sich allerdings im Vorfeld der Kleeblattabstimmung durch die Unsicherheiten über die künftige Ausgestaltung des Kindergartens ergeben. Nachdem aber das Bildungskleeblatt in der Volksabstimmung sozusagen «verdorrt» war - und damit Klarheit über die Zukunft der Kindergartenstufe eingetreten war -, stand auch die Marschrichtung für die Schulraumplanung fest.

Im letzten Sommer hatte die Gemeindeversammlung denn auch einen Kredit von 95 000 Franken für die Schulraumplanung gutgeheissen. Und jetzt, nur ein halbes Jahr später, liegt bereits ein Projekt vor. Und der Gemeindeversammlung kann das Kreditbegehren für die Schulraumerweiterung in der Anlage Erbslet unterbreitet werden.

Anbau eines Minergie-Pavillons

Das Projekt, das vom Architekturbüro Keller + Hasenfratz (Brugg) ausgearbeitet worden ist, sieht den Anbau eines Pavillons an der Nordseite des bestehenden Schulhauses vor. Der nicht unterkellerte Pavillon wird zwei Klassenzimmer und zwei Nebenräume aufweisen und durch einen Zwischenbau mit dem bestehenden Schulhaus verbunden. Beim Pavillon selber handelt es sich um einen Normbau, der Minergiestandard aufweist, allerdings ohne Zertifikat.

Die Anbaulösung bietet die Möglichkeit für die Heizung und die sanitären Anlagen auf die Infrastruktur des bestehenden Schulhauses zurückzugreifen. Dabei soll auch gleich die Gelegenheit genutzt werden, das bestehende Schulhaus mit einer invalidengerechten WC-Anlage auszurüsten. Die dafür notwendigen Mittel von 15 000 Franken sind im Kostenvoranschlag für den Erweiterungsbau enthalten.

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