Zentralschulhaus
Mehr Platz für die Lehrerschaft

Im Dietiker Zentralschulhaus sind Anpassungen für 640 000 Franken geplant. Ein zusammenhängender Aufenthalts- und Vorbereitungsbereich für die Lehrpersonen, zusätzliche Klassenzimmer: Das Zentralschulhaus soll im Sommer für die Zukunft fit gemacht werden.

Drucken
Teilen
13_zentralschulhaus_fhe.jpg

13_zentralschulhaus_fhe.jpg

Limmattaler Zeitung

Matthias Kessler

Trotz mittel- und langfristig anderer Planung: Kurzfristig muss das Zentralschulhaus in Dietikon baulich an Erfordernisse des neuen Volksschulgesetzes angepasst werden. Dafür beantragt der Stadtrat dem Parlament einen Kredit von 640 000 Franken. Der Umbau soll grösstenteils bereits während der Sommerferien 2009, vom 13. Juli bis 14. August, durchgeführt werden - insbesondere die «lärmintensiven Arbeiten wie Abbrucharbeiten und Rohbau», schreibt der Stadtrat in der Begründung zum Antrag.

Ausbau bei Wolfsmatt geplant

Die Entwicklungsstrategie der Dietiker Schulraumplanung sieht eine Konzentration der baulichen Massnahmen eigentlich für das Schulareal Wolfsmatt vor; für das Zentralschulhaus ist für die nächsten fünf bis zehn Jahre laut Stadtrat «kein zusätzlicher Raumbedarf vorgesehen». Jedoch, so die städtische Exekutive, werde «gestützt auf die vorliegenden Schülerzahlen bis zur voraussichtlichen Umsetzung der Massnahme Wolfsmatt ein Klassenzimmermangel aufreten». Vom Umbau des Zentralschulhauses sind fünf verschiedene Bereiche betroffen: Mittagstisch, Betreuung und Hort, Lehrerbereich, Psychomotorik, Logopädie und Klassenzimmer.

395 000 Franken für Lehrerbereich

Grösster Umbaubedarf besteht in der Vergrösserung des Bereichs für die Lehrerschaft. Geschaffen werden soll im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss des Trakts B ein Bereich, in dem Lehrer-, Sitzungs- und Kopierzimmer, Vorbereitungsraum, Sammlung und Schulleiterbüros auf einer Fläche von insgesamt 283 m2 - bislang 206 m2,, auf vier Räume verteilt - zusammengeführt werden können. Dabei fallen für Eingriffe in die Struktur und für die Oberflächensanierung Kosten von rund 355 000 Franken an. Weitere 40 000 Franken sind für die Möblierung veranschlagt.

Mittagstisch, Betreuung und Hort werden derweil vom ersten Untergeschoss im Trakt A des Schulhauses an die Schulstrasse 5 verlegt. Das ehemals dort stationierte Kindergartenzentrum wird aufgelöst, da die Kindergärten gemäss neuem Volksschulgesetz dem jeweiligen Schulhaus zuzuordnen sind.

An der Schulstrasse 5 ist je ein Stockwerk für den Mittagstisch und den Hort geplant. Insgesamt stehen nach der Umgestaltung 125 m2 zur Verfügung. Die Umbauarbeiten beschränken sich laut stadträtlichem Antrag auf eine Oberflächensanierung; im Hauptraum muss zusätzlich eine Küche eingebaut werden. Die Kosten hierfür belaufen sich auf knapp 68 000 Franken.

Logopädie vor Verlegung

Anpassungen sind des weiteren für die Verlegung von Psychomotorik und Logopädie notwendig. Die Psychomotorik wird im Biologiezimmer im zweiten Stock des Trakts B eingerichtet, ebenso das Mädchen-WC aus dem künftigen Lehrerbereich im ersten Stock - Kostenpunkt: knapp 98 000 Franken.

Die Logopädie wird an den Standort des heutigen Mittagstischs im Untergeschoss von Trakt A verlegt, die Kosten betragen knapp 7000 Franken. Zudem entstehen in den Trakten A und C Klassenzimmer und Gruppenräume mit Aufwendungen für die dafür nötigen Arbeiten in Höhe von knapp 57 000 Franken.

Aktuelle Nachrichten