Schweiz

Mehr Pauschalen für ambulante Eingriffe: Verbände wollen einheitliche Kosten

Bis zu 80 Prozent aller ambulanten Eingriffe könnten pauschal abgegolten werden, geben sich die drei Verbände überzeugt. (Symbolbild)

Bis zu 80 Prozent aller ambulanten Eingriffe könnten pauschal abgegolten werden, geben sich die drei Verbände überzeugt. (Symbolbild)

Die Krankenkassen, die Spitäler und der Chirurgenverband gründen eine gemeinsame Plattform für das künftige Tarifwesen. So sollen noch mehr ambulante Leistungen pauschal abgegolten werden.

(mg) Die Verbände Santésuisse, der Spitalverband H+ und der Chirurgenverband (FMCH) wollen gemeinsam ein ambulantes Tarifsystem vorantreiben. Dieses soll auf Pauschalen beruhen, wie sie in einer gemeinsamen Mitteilung vom Donnerstag mitteilen. Mit der Gründung eines nationalen Tarifbüros wolle man «eine Plattform für einen zukunftsgerichteten, innovativen ambulanten Arzt- und Spitaltarif schaffen». Die Verbände zeigen sich überzeugt, dass je nach Fachgebiet mit Pauschalen über 80 Prozent der ambulanten Leistungen damit abgebildet werden können.

Der Wunsch nach Pauschalen für ambulante Leistungen stammt aus der Politik, die sich so eine Kostendämmung im Gesundheitswesen erhofft. «Mit ambulanten Pauschalen werden gleiche Untersuchungen und Behandlungen immer gleich, und somit fair, vergütet», schreiben die drei Verbände. Überall dort, wo sich ambulante Leistungen nicht pauschalieren lassen, brauche es dagegen ein ergänzendes Tarifsystem, heisst es in der Mitteilung weiter. Dabei sei auch «eine Abgeltung dieser Leistungen mittels eines einfachen und transparenten Zeittarifs» denkbar. Also eine Art Stundenlohn für Ärzte. «Möglich ist aber auch eine Vergütung über einen angepassten Einzelleistungstarif», relativieren die Verbände diese Aussage nur einen Satz später in der Mitteilung.

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