Katastrophen

Mehr Meldungen zu Erdbeben und AKW bei der Alarmzentrale

Messung von radioaktiven Strahlen wird an NAZ gemeldet (Symbolbild)

Messung von radioaktiven Strahlen wird an NAZ gemeldet (Symbolbild)

Die Nationale Alarmzentrale (NAZ) hat im vergangenen Jahr 700 Meldungen zu Erdbeben und anderen potenziell gefährlichen Ereignissen verzeichnet. In früheren Jahren waren es jeweils deutlich weniger gewesen.

Der Grund für die Zunahme sei das grössere Themenspektrum, schreibt das Verteidigungsdepartement (VBS) in einer Mitteilung vom Freitag. Ausserdem habe die NAZ ihr Sensornetzwerk für weltweite Erdbebenmeldungen und Naturereignisse im Ausland erweitert. Dadurch hätten die Meldungen zu Naturereignissen im Ausland zugenommen.

Deutlich gestiegen ist auch die Zahl der Meldungen zu Kernanlagen im Ausland. Dies liege vor allem an den zahlreichen Informationen zu den Arbeiten im Atomkraftwerk Fukushima, schreibt das VBS.

In sechs Fällen setzte die NAZ ein Team ein, das ein Ereignis genauer verfolgte oder vorsorgliche Arbeiten ausführte. Dazu gehörten der Atomwaffentest in Nordkorea, die Hochwassersituation in der Nord- und Ostschweiz anfangs Juni und ein Fall von Kolibakterien in der Trinkwasserversorgung von Wichtrach (BE). Weiter unterstützte die NAZ die Sicherung einer defekten radioaktiven Quelle in Monthey (VS).

Die NAZ erhält Meldungen aus verschiedenen nationalen und internationalen Netzwerken. Nach dem Eingang einer Meldung beurteilt sie, ob sich eine Gefährdung für die Schweizer Bevölkerung ergibt. Entsprechende Meldungen leitet sie gezielt an Partnerorganisationen weiter.

Die NAZ kann auch Fachstellen aufbieten und einbeziehen. Bei Unfällen mit erhöhter Radioaktivität würde sie Schutzmassnahmen für die Bevölkerung anordnen.

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