Strassenbeleuchtung

Mehr Licht bei weniger Kosten

Günstigeres Licht in Oensingen: Leuchtmittel und -körper werden ausgewechselt.

Mehr Licht bei weniger Kosten

Günstigeres Licht in Oensingen: Leuchtmittel und -körper werden ausgewechselt.

Die Beleuchtungskörper der Oensinger Strassenlampen sind in die Jahre gekommen; Störungen und Ausfälle nehmen zu. Jetzt wird das ganze Netz für 386 000 Franken umgebaut.

Armand Rindlisbacher

Insgesamt 1222 Lampen sind es, die Strassen und Gehwege ausleuchten, so sie denn auch funktionieren. Im Jahre 2003 wurde die Elektra Oensingen an die AEK Energie AG verkauft. Die Anlagen der öffentlichen Strassenbeleuchtung und damit auch die Unterhaltspflicht verblieben aber bei der Gemeinde. Auf Vertragsbasis wurde die AEK mit Erweiterungen, Betrieb und Unterhalt beauftragt. Bis Ende 2005 wurden sämtliche Lampen auf die heute üblichen Natriumdampf-Hochdrucklampen umgestellt. Die durchschnittliche Brenndauer pro Birne wurde mit 16 000 Stunden vorausgesagt, in der Praxis kam es anders.

Ersatz geht zur Neige

Vier Jahre nach der letzten Generalauswechslung fallen immer mehr Lampen aus. Ersetzt wurden sie meist in ganzen Strassenzügen; eine Arbeit, die tagsüber und bei eingeschalteter Beleuchtung ausgeführt wird. Damit einher ging eine Kostensteigerung auf 37 000 Franken oder rund 30 Franken pro Lampe im Jahre 2007. Die Werkkommission prüfte, ob nicht ein sektorenweises Auswechseln der Birnen effizienter und billiger wäre.

Bei der Offertstellung wurde darauf hingewiesen, dass die vielen noch im Einsatz stehenden alten Cora-Leuchten bald nicht mehr ersetzt werden können. Das Umrüsten des ganzen Netzes sei absehbar. Mit einem vorgezogenen Umbau liesse sich nicht nur der Austausch der Birnen vermeiden, sondern auch das Wechseln der Vorschaltgeräte, die wiederum eine andere Lebensdauer als die Leuchtmittel haben.

Die Werkkommission entschied sich für einen Totalumbau mit Investitionskosten von 386 000 Franken, die im Gemeindebudget verteilt auf vier Jahre Aufnahme fanden.
Für diesen Umbau wurde die Gemeinde in vier Sektoren eingeteilt. Der erste Sektor wurde bereits im Herbst 2008 umgerüstet. Der zweite soll bald in Angriff genommen werden, die Sektoren drei und vier folgen 2010 und 2011. Der Umbau besteht aus dem Auswechseln der alten Leuchtkörper und dem Umbau der nicht mehr kompatiblen Leuchten an bestehenden Kandelabern sowie dem Ersatz aller Leuchtmittel (Birnen).

Störungsmeldungen erwünscht

«Damit erreichen wir drei Ziele», erklärt Dominik Bader, Präsident der Werkkommission. «Trotz kleinerer Armatur geben die neuen Minilux- und Quadralux-Leuchten ein helleres Licht ab, Störungen und Ausfallquote von aktuell über 10 Prozent werden massiv verringert.» Und mit dem künftigen sektorenweisen Auswechseln der Leuchtmittel würden die periodischen Kontrollen wegfallen. Das spare jährliche Kosten zwischen 12 000 und 15 000 Franken. «Auf die Lebensdauer der neuen Leuchtkörper umgerechnet kommen da gut und gerne 300 000 bis 400 000 Franken zusammen, die zurückgestellt werden können und später für eine neue Beleuchtungsgeneration zur Verfügung stehen», sagt Bader.
Trotzdem, ohne Mitwirkung der Bevölkerung wirds auch künftig nicht gehen. Beleuchtungsausfälle sollten weiterhin dem Werkhofleiter oder der AEK mitgeteilt werden. Die auch via Internet, www.oensingen.ch, dort ist ein spezieller Link zu finden.

Meistgesehen

Artboard 1