Kaiseraugst
Mehr Grün und engere Strasse

Der Kanton Aargau will im Zuge von «Werterhaltung» seine Giebenacherstrasse in Kaiseraugst sanieren. Weil die Gemeinde ohnehin mitzahlen müsste, liegen nun Pläne vor, die Dimension dieser wichtigen Verkehrsachse zu reduzieren und gleichzeitig mit Grünstreifen das Ortsbild bei der Liebrüti aufzuwerten.

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Peter Rombach

«Der Gemeinderat will mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und eine bessere Integration der Strasse in den Siedlungraum», unterstrich Gemeindeammann Max Heller an einer Info-Veranstaltung am Donnerstagabend und erwähnte, dass in Zusammenarbeit mit einem neuen Ingenieurbüro nochmals geprüft worden sei, wie sich ein «Rückbau» der Giebenacherstrasse realisieren lasse. Er empfahl, sich an die geplanten Bauarbeiten des Kantons «anzuhängen».

Für das reine Kantonsprojekt sind 1,16 Millionen Franken budgetiert, zu dem die Gemeinde Kaiseraugst 785 000 Franken beisteuern müsste, ohne die von ihr favorisierten Verbesserungen zu erreichen. Gemeindeammann Heller plädierte aber für zusätzliche Investitionen.

Überlegungen gehen dahin, den Strassenraum zu verengen, einen «attraktiv begrünten» Mittelstreifen anzulegen, in Einmündungsbereichen die Kurvenradien ebenfalls enger zu gestalten, um den Verkehrsfluss zu verlangsamen und damit auch Unfallrisiken zu minimieren. Ferner ist vorgesehen, auf der Liebrüti-Seite eine Haltebucht für den Bus anzulegen.

Dass der Coop-Kreisel bereits eine Temporeduktion bewirkte, gilt als anerkannt. Aber einen weiteren Kreisel auf der Giebenacherstrasse im Bereich der Kreuzung Venusstrasse lehnt der Gemeinderat ab. Max Heller: «Wir haben uns mit dem Kanton geeinigt, andere Verkehrsbremsen, die noch besprochen werden müssen, einzubauen.» Kaiseraugst wolle keinen zusätzlichen «Römerverkehr», meinte er süffisant und bekannte freimütig: «Die Südumfahrung liegt uns im Nacken.» Die Umfahrung Augst bleibe für die Kantone Aargau und Baselland ein Thema, aber es sei «totaler Stumpfsinn», Parkplätze für die Römerstätten hinter zwei Dörfern zu bauen.

Die ermittelten Gesamtkosten für die grosse Lösung des Projekts Giebenacherstrasse liegen derzeit bei 2,3 Millionen Franken, die Gemeinde müsste etwa 1,78 Millionen berappen. Mit einem entsprechenden Kreditantrag geht Heller in die nächste Versammlung der Einwohnergemeinde.

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