Solothurn

Mehr Gewicht auf Prävention legen

Kantonales Rotes Kreuz will seine Aktivitäten in der Gesundheitsförderung ausbauen. (Bild: Archiv)

Rotes Kreuz

Kantonales Rotes Kreuz will seine Aktivitäten in der Gesundheitsförderung ausbauen. (Bild: Archiv)

Das Schweizerische Rote Kreuz Kanton Solothurn sei «auf dem richtigen Weg». So die Botschaft an der Mitgliederversammlung 2009 in Egerkingen. Der Bereich «Gesundheitsförderung und Prävention» soll weiter ausgebaut werden.

Irmfriede Meier

«Vor allem die Bereiche Gesundheitsförderung und Prävention möchten wir durch gezielte Angebote für Jugendliche sowie für pflegende Angehörige ausbauen», erklärte Arthur Haefliger, Präsident des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) Kanton Solothurn, vor den Mitgliedern in seinem Ausblick fürs laufende Jahr. Und: «Die Entwicklung im Bereich Pflege und Betreuung werden wir aktiv mitverfolgen.» Das wichtigste und erfolgreichste Angebot des Bereichs Bildung bleibe auch im laufenden Jahr die Schulung «Pflegehelfer/Pflegehelferin SRK» (wir berichteten). Haefliger: «Wir gehen auch weiterhin gezielt Allianzen und Kooperationen mit andern Organisationen im Bereich soziale Dienstleistungen, Gesundheitsförderung und Bildung ein». Ausserdem orientiere sich das SRK am Bedarf der Migrationsbevölkerung, insbesondere deren Familien. So soll denn auch das Angebot «Kinderbetreuung zu Hause» weiter ausgebaut werden - gleich wie der Besuchs- und Begleitdienst, das Angebot Notruf und der Fahrdienst.

«Auf dem richtigen Weg»

Im Vorwort des Jahresberichts hielten Präsident Arthur Haefliger, Vizepräsident Rudolf Leuenberger und Geschäftsführerin Sibylle Müller fest, die von leitenden Mitarbeiterinnen und dem Vorstand 2008 vorgenommene Überprüfung habe gezeigt, dass sich das SRK Kanton Solothurn auf dem richtigen Weg befinde - auch mit den Angeboten zur Unterstützung und Entlastung pflegender Angehöriger. Allerdings seien einzelne Dienstleistungen zu wenig gefragt, andere sollen dafür ausgebaut werden. Das habe sich in der Planung für 2009 bereits niedergeschlagen. Letztes Jahr hat zudem der Bildungsbereich des SRK Kanton Solothurn die Rezertifizierung mit dem «eduQua»-Label bestanden. Damit werde erneut bewiesen, dass Bildung eine Kernkompetenz des SRK sei.

Leistung 2008 deutlich gesteigert

Dem Jahresbericht selbst ist zu entnehmen, dass Freiwillige letztes Jahr im Besuchs- und Begleitdienst über 1000 Stunden Dienst geleistet haben. Die Nachfrage nach dem Fahrdienst stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 30 Prozent. Bei 5000 Fahrten mehr als 2007 wurden 120 000 Kilometer mehr gefahren. In Olten etwa müssen an einem einzigen Tag bis zu 50 Fahrten vermittelt werden. Beim seit 25 Jahren praktizierten Rotkreuz-Notrufsystem, das garantiert, dass im Notfall immer jemand erreichbar ist, lässt sich weiterhin eine steigende Nachfrage wahrnehmen.

Wachsende Teilnehmerzahlen verzeichneten auch Kurse für Eltern wie zum Beispiel «Zappen und Gamen», oder «Stark für das Leben». Das Angebot «Chili» wurde von den Schulen vermehrt genutzt. 2008 wurden damit deutlich mehr Jugendliche (1088) als im Vorjahr (430) erreicht. Das SRK hat sich so gemäss Jahresbericht im Bereich Gewaltprävention noch stärker positioniert. Immer bekannter wird auch der Kinderbetreuungsdienst: 2008 wurden über viermal so viele Hütestunden geleistet wie noch 2005. Die Versammlung genehmigte einstimmig den Jahresbericht 2008 und die von Patrik Gribi erläuterte positiv abschliessende Rechnung sowie die Wiederwahl der Revisionsstelle. Nach 36 Jahren Vorstandstätigkeit in Grenchen und zuletzt in Olten wurde Vizepräsident Rudolf Leuenberger (Olten) verabschiedet.

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