Frankreich

Mehr finanzielle Hilfen für junge Leute in Frankreich

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat eine Ausweitung staatlicher Hilfen für junge Menschen angekündigt. Junge Leute unter 25 Jahren sollen künftig Anrecht auf eine soziale Grundsicherung haben, kündigte Sarkozy in Avignon an.

Bislang galt dafür ein Mindestalter von 25 Jahren. Es gehe nicht darum, die Abhängigkeit vom Sozialstaat zu fördern, sondern um Gerechtigkeit zwischen verschiedenen Altersklassen, betonte er. Die Empfänger müssten allerdings mindestens zwei Jahre gearbeitet haben.

Studenten, die staatliche Stipendien erhalten, sollten künftig zehn statt neun Monate pro Jahr gefördert werden. Zugleich werde auch der Universitätszyklus einen Monat verlängert. "Studenten müssen bereits im September Zugang zu den Bibliotheken bekommen", sagte Sarkozy.

Künftig wolle der Staat sich vermehrt um die Jugendlichen kümmern, die bereits mit 16 ohne eine berufliche Perspektive die Schule verlassen. "100 000 junge Menschen verabschieden sich jedes Jahr aus unserem Ausbildungssystem, das ist ein Skandal", betonte der Präsident.

Vom kommenden Jahr an solle jeder Schulabgänger, der keine Arbeit finde, zumindest ein Ausbildungsangebot erhalten. Sarkozy bekräftigte Pläne, Lehrlingen nach dem Vorbild des europäischen Austauschprogramms Erasmus internationale Einsätze zu ermöglichen.

Ausserdem werde der freiwillige Zivildienst aufgewertet. Auf lange Sicht sollen bis zu 70'000 Plätze geschaffen werden, Zivildienstzeiten sollen in der weiteren Ausbildung anerkannt werden.

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