Solothurn

Mehr Austausch über die Aare

Die Velobrücke Dreibeinskreuz wurde mit einem Brückenfest eingeweiht.

Alphorn

Die Velobrücke Dreibeinskreuz wurde mit einem Brückenfest eingeweiht.

Seit Ende 2007 ist die Velo-brücke bei der Badi befahr- und begehbar und wird beidseitig rege genutzt. Am Samstag wurde die Dreibeinskreuzbrücke, wie ihr offizieller Name lautet, mit einem Fest eingeweiht.

Lea Durrer

Zahlreiche Anwohner und Bewohner der Weststadt fanden am Samstag den Weg in die Kulturfabrik Kofmehl, um zusammen die Einweihung der Dreibeinskreuzbrücke zu feiern und sich bei einem Quartierfest zu begegnen. Der neu gegründete Quartierverein Weststadt hatte als ersten öffentlichen Anlass dieses Einweihungsfest im Auftrag der Stadt organisiert und ein volles Programm aufgestellt. Stadtpräsident Kurt Fluri hielt die Eröffnungsansprache und widmete sich der zentralen Frage: Wie kommt eine Brücke zum Namen «Dreibeinskreuz»?

Kapelle als Namensgeberin

«Der Name der Brücke gab in der zuständigen Gemeinderatskommission viel zu reden», berichtete Fluri den Anwesenden. «Man suchte in der Geschichte nach allen möglichen Anhaltspunkten.» So habe man versucht, einen Zusammenhang mit der römischen Vergangenheit oder der Ambassadorenzeit herzustellen. Auch geeignete Flurnamen der Umgebung oder Vorschläge im Zusammenhang mit den Sportanlagen seien geprüft worden. «Badibrüggli» sei zum Beispiel zur Diskussion gestanden. «Schliesslich einigte man sich auf den jetzigen Namen, der Bezug nimmt auf die Dreibeinskreuzkapelle», so Fluri.

Der Vorschlag stammt von Klaus Reinhard, ehemaliger Präsident der römisch-katholischen Kirchgemeinde, die Ende des 19. Jahrhunderts im Besitz der Dreibeinskreuzkapelle war. Wo heute die 316 Jahre alte Kapelle steht, wurde ursprünglich ein Kreuz errichtet, das damals von «Herrn Drübein» gestiftet und nach ihm benannt wurde. Der Name wurde an die Kapelle weitergegeben, welche nun wiederum die Namensgeberin der Dreibeinskreuzbrücke ist. «Klaus Reinhard ist sehr glücklich darüber, und wir natürlich auch, dass diese Brücke einerseits einen Namen hat, und andererseits einen Bezug nimmt auf ihr historisches Umfeld», sagte Fluri. Er sei allerdings der Meinung, dass sich ein einfacherer Name im Volksmund durchsetzen wird. «Weil es etwas schwierig zum aussprechen ist.» Aber offiziell bleibe es das «Dreibeinskreuzbrügglein».

Brücke erfüllt drei Zwecke

Egal welchen Namen die Brücke offiziell trägt und welchen sich unter den Solothurnern durchsetzen wird; sie erfüllt laut Fluri einen dreifachen Zweck: erstens ist sie begeh- und befahrbar für den Langsamverkehr, zweitens ist sie näher bei der Altstadt und drittens dient sie dem Austausch zwischen den Wohnquartieren nördlich sowie südlich der Aare. «Nach unseren Beobachtungen hat sich dies seit der Eröffnung im Jahre 2007 bestens bewährt», meinte Fluri.

Nach der Eröffnungsrede wurden die Anwesenden vom Chor der Nationen und dem Kinderchor der Nationen in alle Herren Länder entführt. Der etwa 40 Mitglieder starke Chor präsentiere unter der Leitung von Bernhard Furchner Stücke aus den Philippinen, aus Albanien, Deutschland, der Türkei, Südafrika und Spanien. Und dies in der jeweiligen Landessprache. Eine grosse Herausforderung für den multikulturellen Chor. Solistin «Ülkü» aus Zürich stiess bei den traditionellen, türkischen Liedern zum Chor und begeisterte mit ihrer klaren aber starken Stimme. Die professionelle Sängerin, bekannt aus dem Dokumentarfilm «Musikliebe»von Yusuf Yesilöz, berührte Herzen und verleitete die Anwesenden zum eifrigen Mitklatschen.

Abwechslungsreiches Programm

Bei einem Risotto unter der neuen Westumfahrungsbrücke konnten es sich die Anwesenden gut gehen lassen und das schöne Wetter geniessen. Am Nachmittag ging das Fest mit einem abwechslungsreichen Programm weiter: Alphornbläser, eine indische Tanzgruppe aus dem Kloster Visitation und eine Solothurner Breakdancegruppe sorgten für gute Unterhaltung.

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