Insgesamt 15'260 Rebellen seien dem Amnestie-Angebot der Regierung nachgekommen, sagte der nigerianische Verteidigungsminister Godwin Abbe in Lagos. Diese Zahl könne noch steigen, viele Gruppen seien derzeit dabei, ihre Listen zu "beglaubigen". Ursprünglich hatte die Regierung die Zahl der Kämpfer auf rund 17'000 geschätzt.

Das Amnestie-Angebot war am 4. Oktober ausgelaufen. Mit denjenigen, die ihre Waffen noch nicht niederlegten, bestünden Kontakte, sagte Abbe. Informations- und Kommunikationsministerin Dora Akunyili bezeichnete das Amnestie-Angebot als Erfolg und als Höhepunkt eines "ehrlichen Dialogs" zwischen der Regierung und den Kämpfern im Nigerdelta.

Die Rebellenbewegung für die Befreiung des Nigerdeltas (MEND), die Hauptgruppe der bewaffneten Kämpfer in der Region, verkündete einen unbefristeten Waffenstillstand, um den Dialog mit der Regierung zu fördern.

In der Unruheregion gibt es mehrere bewaffnete Rebellengruppen. Sie fordern eine stärkere Beteiligung der Bevölkerung an den Einnahmen aus dem Ölgeschäft und sind für zahlreiche Anschläge auf Ölförderanlagen im Nigerdelta verantwortlich.