Ueli Maurer war Parteipräsident der SVP, als die Initiative 2007 lanciert wurde. Wie er im Interview mit dem "SonntagsBlick" sagt, habe er sich damals dagegen gewehrt, dass die SVP die Initiative in ihrem Namen startet. "Sie setzt ein falsches Signal", weil sie als "fremdenfeindlich und zu wenig differenziert" eingestuft werden könne. "Nicht einmal die SVP kann sich das leisten", sagt Maurer.

Mit einem Minarett-Verbot löse man keine Probleme. Vielmehr erfordere das Aufeinanderprallen von zwei völlig verschiedenen Kulturen Regeln im Zusammenleben - zum Beispiel in Sachen Schwimmunterricht oder Kleidung. Nun überlegt sich Maurer, Nein zu stimmen: "Ich lehne die Initiative wohl eher ab."

Der Thurgauer SVP-Nationalrat und Unternehmer Peter Spuhler sieht die Initiative als Gefahr für die Schweizer Wirtschaft. Im Interview mit der "SonntagsZeitung" warnt er: "Wird sie angenommen, führt das nur zu einer Radikalisierung. Aussenpolitisch müssen wir mit Sanktionen rechnen."

Wie heftig diese ausfallen können, habe man am Beispiel der Mohammed-Karikaturen in Dänemark gesehen: "Das kann bis zu Boykott führen."