Armee

Maurer protestiert gegen Sparbefehl – und warnt vor der Griechenland-Krise

Ueli Maurer hält die Griechenland-Krise für ein sicherheitspolitisches Risiko.

Ueli Maurer hält die Griechenland-Krise für ein sicherheitspolitisches Risiko.

Diese Woche beschloss der Gesamtbundesrat Sparmassnahmen bei der Armee – jetzt kündigt der SVP-Verteidigungsminister Ueli Maurer Widerstand an.

Statt 5 Milliarden Franken pro Jahr geht der Voranschlag 2016 noch von 4,7 Milliarden aus. 2017 soll die Armee nochmals kräftig Federn lassen. Ein erster Sparauftrag sieht vor, dass sie die Hauptlast am Sparpaket des Bundes trägt: Gemäss Informationen der «Schweiz am Sonntag» muss sie 200 Millionen beisteuern, das ist ein Viertel des Sparpakets.

Verteidigungsminister Ueli Maurer sagt, 5 Milliarden seien «unabdingbar» für Sicherheit und Wohlstand. Er warnt mit Beispielen aus der Geschichte davor, die Armee auszudünnen. Sei eine Armee schlecht ausgebildet und ausgerüstet, «heisst das 10 000 Tote auf dem Schlachtfeld von Marignano wie 1515 oder Einmarsch der Franzosen in Bern wie 1798».

Ueli Maurer betont, er sei «am Kämpfen», um die Sparmassnahmen abzuwenden. Gegenüber der «Schweiz am Sonntag» analysiert er zudem die Bedrohungslage in Europa: Die Griechenland-Krise hält er auch für ein sicherheitspolitisches Risiko. Es sei nicht denkbar, dass Griechenland „wieder von der Landkarte verschwinde“. Besonders besorgen Maurer die Manöver der Russen, wie er weiter sagt.

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