Panne

Maskenpflicht in der Öffentlichkeit? Facebook verbreitet BAG-Falschmeldung – nun reagiert der Bund

Auf Englisch und in den Schweizer Landessprachen informieren Facebook und die Tochterfirma Instagram über die Maskenpflicht in der Schweiz. Nur: Die Aussage stimmt nicht. In der Schweiz gibt es keine Maskenpflicht draussen in der Öffentlichkeit.

Auf Englisch und in den Schweizer Landessprachen informieren Facebook und die Tochterfirma Instagram über die Maskenpflicht in der Schweiz. Nur: Die Aussage stimmt nicht. In der Schweiz gibt es keine Maskenpflicht draussen in der Öffentlichkeit.

Peinliche Panne: Die Frage, wo das Maskentragen nötig und verlangt ist, beschäftigt die Bevölkerung und sorgt vermehrt für Proteste. Ein Banner auf sozialen Medien stiftet nun Verwirrung.

Es ist ein Flickenteppich. Je nach Kanton gelten andere Regeln, was das Tragen von Mundschutzmasken belangt. Gleichzeitig kommt es regelmässig zu Protesten gegen die Schutzmassnahme, die von den Behörden vorgeschrieben ist, sei es im Supermarkt, im öffentlichen Verkehr oder in der Schule.

Schwer, dabei den Überblick zu behalten. Häufig kommt es zu Protesten. Verwirrt dürften denn auch zuletzt so manche Instagram- und Facebook-Nutzer gewesen sein. Auf den beiden sozialen Netzwerken erschienen in den vergangenen Tagen Banner mit einem neuen Aufruf in den drei Landessprachen: Das BAG empfehle, in der Öffentlichkeit Mund und Nase mit einer Maske zu schützen. Mehr dazu erfahre man auf dessen Website.

Laut BAG ein Übersetzungsfehler

Empfiehlt das BAG nun also das Tragen sogar im Park, auf dem Trottoir oder auf dem Spielplatz, so wie in manchen französischen Städten und Gemeinden seit Anfang August? Nein, sagt eine Amtssprecherin auf Anfrage. «Es handelt sich um einen Übersetzungs- und Interpretationsfehler von Facebook.» Man habe diese bereits letzte Woche moniert und heute Dienstag solle der Fehler behoben werden.

Das BAG bezahle nichts für diese Banner, sagt die Sprecherin. Der falsche Aufruf geschah nicht nur auf Englisch, sondern auch in den Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch. Man habe mit der US-Firma, zu der auch Instagram gehört, Kontakt aufgenommen, um die Formulierung auf die Schweizer Empfehlungen hin anzupassen, sagt die Amtssprecherin.

Eigeninitiative von Facebook

Die Sprecherin betont, die Empfehlungen des Bundes blieben unverändert. Der Banner sei eine Eigeninitiative von Facebook, die nicht allein in der Schweiz lanciert wurde. Der Startschuss für die Informationskampagne des kalifornischen Onlineriesen fiel im Juli in den USA. Seit Mitte vergangener Woche erschienen die Banner auch in der Schweiz in den jeweiligen Landessprachen.

Die aktuelle Empfehlung des BAG lautet, dass man eine Maske tragen soll, wenn es nicht möglich ist, einen Abstand von eineinhalb Meter zum Gegenüber einzuhalten, sowie im öffentlichen Verkehr und gemäss kantonalen Vorgaben.

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