Alt-Bundesrat Christoph Blocher rutschte am Dienstag im Bundeshaus auf einer Pfütze aus und brach sich die Nase. Noch in derselben Nacht wurde er operiert und konnte das Spital am nächsten Tag verlassen. 

Der Unfall geschah vor dem SVP-Fraktionszimmer im dritten Stock. Draussen regnete es. Weil das Dach nicht dicht war, bildete sich an jener Stelle auf dem Marmorboden eine spiegelglatte Pfütze, wie Parteikollege Thomas Matter sagte.

Der Unfall ärgert Christoph Blochers Tochter und SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher. Sie sei überrascht: «So viel Geld wurde investiert, um Wände zu streichen, Möbel umzustellen und Telefonkabinen zu verschieben, aber das Dach hat man nicht geflickt.» 

Christoph Blocher nach Sturz im Spital

Christoph Blocher nach Sturz im Spital (1. März 2017)

Alt-Bundesrat Christoph Blocher rutschte im Bundeshaus aus. Dabei brach sich der SVP-Politiker die Nase mehrfach und musste ins Spital gebracht werden.

Wie TeleM1 berichtet, kam es schon im letzten Jahr an derselben Stelle zu einem Sturz, nachdem sich dort eine Wasserlache gebildet hatte. Ausgerutscht ist damals SVP-Fraktionspräsident Adrian Amstutz. Der hat am Donnerstag bei den Parlamentsdiensten interventiert. Diese liessen das Glasdach von einer Spengler- und Dachdeckerfirma untersuchen. Deren Mitarbeiter fanden bei einem halbstündigen Unwettertest allerdings kein Leck. 

Wie also könnte sich die Wasserlache gebildet haben? Möglich scheinen undichte Heizungen unter dem Dach, Kondenswasser, das von der Decke tropft oder ein ausgeleertes Glas Wasser? Gemäss Ivan Lozancic, Geschäftsführer "Schweizer Versicherungsexperten", werde wie bei jedem Unfall versucht, eine Expertise zu machen. 

Magdalena Martullo-Blocher ist aufgebracht, dass sich ihr Vater wegen einer Wasserlache am Boden die Nase gebrochen hat.

Christoph Blocher hat sich laut seiner Tochter sehr gut erholt. Er müsse nun noch einen Nasengips noch eine Weile tragen. (pz)