Glashaus am Freiämterplatz
Markantes Glashaus als Stadttor von Lenzburg

Längst zieht das markante Glashaus am Freiämterplatz in Lenzburg die Blicke auf sich, doch erst jetzt, da es sozusagen voll vermietet ist, wurde es eingeweiht. Als «gelungenes Tor zur Stadt» wurde das viergeschossige elegante Bürogebäude von Stadtammann Hans Huber bezeichnet.

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Aargauer Zeitung

Peter Schmid

Eigentümerin des Geschäftshauses ist die Outlog Immobilien AG, die wie die Outlog AG und die Digilan AG von Roger Meinl und Christa Ruedlinger geführt wird. Zuvor waren die drei Firmen an der Burghaldenstrasse domiziliert, wo es ihnen aber zu eng wurde. Eigentlich wurde anfänglich nur nach einem Standort für diese drei Firmen, die etwa 50 Arbeitsplätze bieten, gesucht, doch wurde Meinl nicht fündig, bis sich die Stadt bereit erklärte, die Parzelle an der verkehrsintensiven Freiämterkreuzung zu verkaufen. «Meinl hat mir erklärt, er ziehe weg, falls sich kein passendes Haus oder Grundstück finde», blickte Stadtammann Hans Huber an der Einweihung auf die Entstehungsgeschichte zurück.

Heikler Standort

Vortrag und Podium über die Irrwege der Wirtschaft

Nicht nur Kulinarisches aus der Küche des «Ochsen» und dezente Klaviermusik wurden an der Einweihung des Hauses Erlengut geboten, sondern auch geistige Kost in Form eines Referats von Prof. Dr. Martin Hilb, geschäftsführender Direktor des Instituts für Führung und Personalmanagement an der Uni St. Gallen, dem sich ein Podium unter der Leitung des Zürcher Anwalts Daniel Staffelbach mit Hilb, Katja Gentinetta, Vizedirektorin von Avenir Suisse, und dem ehemaligen Skirennfahrer und heutigen Eventmanager Franco Cavegn anschloss. Fokus waren die Gründe für die Finanzkrise und die Wirtschaftskrise in deren Gefolge. Geortet wurden Fehler in der Führung und die Ausrichtung der Firmeninteressen auf die Aktionäre. «Wenn es besser werden soll, muss es anders werden», zitierte Hilb. (sch)

Glas und Beton

Von aussen wirkt die Glasfassade elegant und trotz der Grösse des Gebäudes keineswegs erschlagend. Die Eleganz setzt sich im Innern fort, wie ein Rundgang an der Einweihung bewies. Rund um einen Innenhof, der bis hinauf ins vierte Stockwerk reicht, reihen sich die Büros, die über Galerien im Innenhof erreicht werden. Trotz der Verwendung von Glas soll die Wärme kein Problem sein, wie Meinl erklärt. Es wurden High-Tech-Isoliergläser verwendet, die trotz hoher Lichtdurchlässigkeit guten Schutz gegen Wärme und Hitze bieten sollen.

Das Bijou ist zweifellos die begrünte Attika mit Aufenthaltsräumen und Aussenterrassen für die Belegschaften der eingemieteten Firmen. Die Attika, auf der Rasen, Blumen und sogar Bäume gedeihen, kann für Anlässe jedwelcher Art gemietet werden. Die besondere Attraktion ist natürlich die Rundum-Aussicht, die vom Schloss bis zum Staufberg reicht.

20 Einfamilienhäuser

Das Volumen des Geschäftshauses, das sich vom Freiämterplatz bis zum ersten Tunnel der Kerntangente erstreckt, ist beachtlich: Es entspricht 20 Einfamilienhäusern. Während 15 Monaten wurde geplant, während 18 Monaten gebaut. Der Aushub entsprach fast 490 Lastwagenladungen, der verwendete Beton 260 Lastwagenladungen. Unter den Mietern finden sich Unternehmen wie die Büroeinrichtungsfirma Palmberg, Architektur-, Ingenieur- und Advokaturbüros sowie die Firma Publis, die vom Holder-banker Gemeindeammann Simon Läuchli gegründet wurde und Informatiklösungen und -service für Aargauer Gemeinden anbietet.

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