Nachfolge
Mark Branson ist Topfavorit des Finma-Verwaltungsrats

Der Brite und Ex-UBS-Topmann Mark Branson soll neuer Chef der Finanzmarktaufsicht (Finma) werden. Er geniesst breite Unterstützung aus der Finanzbranche, insbesondere die Grossbanken halten grosse Stücke auf ihn.

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Ex-UBS-Manager Mark Branson (Archiv)

Ex-UBS-Manager Mark Branson (Archiv)

Keystone

Aber auch innerhalb des Finma-Verwaltungsrats wird er gestützt, er gilt als Topfavorit des Gremiums, wie Recherchen der Zeitung „Schweiz am Sonntag“ ergeben haben. Der Brite, der an der Elite-Uni Cambridge Mathematik studierte, gilt als exzellenter Kommunikator. Auch bei vielen Parlamentariern kommt er deshalb gut an. Dennoch gibt es deutliche Kritik an Branson: Grünen-Nationalrat Daniel Vischer (ZH), Vizepräsident der Finanzkommission, sagt: «Ich habe Branson nichts vorzuwerfen. Aber schon der Umstand, dass er bei der Libor-Untersuchung gegen die UBS in den Ausstand musste, zeigt, dass er nicht Chef werden kann.» Laut der „Schweiz am Sonntag“ könnte ihm Daniel Roth das Amt streitig machen. Er ist Chefjurist im Finanzdepartement von Eveline Widmer-Schlumpf (BDP). Zuvor arbeitete Roth acht Jahre lange bei der Finma, zuletzt als Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung.