Malawi

Malawis Staatschef Mutharika gewinnt Präsidentschaftswahl

Hungersnot in Malawi war Wahlkampfthema

Hungersnot in Malawi war Wahlkampfthema

Malawis Staatschef Bingu wa Mutharika bleibt Präsident seines Landes. Er hat die Präsidentschaftswahl vom vergangenen Dienstag deutlich gewonnen, wie die Wahlkommission bekanntgab. Der 75-Jährige wurde kurz darauf für eine zweite fünfjährige Amtszeit vereidigt.

Der Vereidigungszeremonie in einem Sportstadion der Stadt Blantyre im Süden des Landes wohnten mehrere afrikanische Staatsmänner bei, darunter Zimbabwes umstrittener Staatschef Robert Mugabe und Sambias Präsident Rupiah Banda.

Die Wahlkommission Malawis teilte mit, Mutharika habe sich mit deutlichem Vorsprung gegen den Oppositionschef und früheren Finanzminister, den 77-jährigen John Tembo, durchgesetzt.

Nach Auszählung von mehr als 93 Prozent der Wahlzettel erhielt Mutharika über 2,7 Millionen Stimmen, Tembo als zweitstärkster Kandidat nur knapp 1,3 Millionen. "Was auch immer in den 19 noch nicht ausgezählten Wahllokalen passiert, es wird nichts ändern", sagte die Chefin der Wahlkommission, Anastasia Msosa. "Bingu (wa Mutharika) bleibt der Gewinner."

Der unterlegene Tembo kündigte an, das Resultat vor Gericht anfechten zu wollen. Wahlberechtigt waren rund die Hälfte der 14 Millionen Malawier.

Mutharika regiert das bitterarme Land im Südosten Afrikas seit 2004. In den vergangenen drei Jahren wuchs die Wirtschaft unter seiner Führung um jährlich sieben Prozent.

Ausserdem wurde durch die staatliche Subventionierung von Düngemitteln die Lebensmittelversorgung im überwiegend von Christen bewohnten Land erheblich verbessert.

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