Der Luzerner Gesundheitdirektor Markus Dürr sagte in Stans, dass eine so weit gehende Zusammenarbeit eine Premiere für die Schweiz sei. Leo Odermatt, Gesundheitsdirektor von Nidwalden, begründete den Schritt mit der neuen Spitalfinanzierung, die auf 2012 eingeführt wird.

Wichtig ist das Zusammengehen vor allem für Nidwalden. Damit das kleine Kantonsspital günstig betrieben werden könne und die für die Qualität nötige Zahl von Fällen erreicht werde, sei eine Anbindung an das Kantonsspital Luzern nötig, sagte Odermatt.

Doch auch der Kanton Luzern soll profitieren. Dort sind die Kantonsspitäler in Luzern, Wolhusen und Sursee bereits in einer einzigen Firma zusammengeschlossen worden. Mit einem vierten Standort sollen die medizinischen Leistungen noch besser abgestimmt werden. Es sei möglich, dass Luzerner neu für gewisse Eingriffe nach Stans gehen müssten, sagte Dürr. Erst eine Vision

In der Absichtserklärung wird festgehalten, dass Luzern und Nidwalden eine gemeinsame Spitalregion bilden wollen. Eine Ausdehnung auf weitere Kantone ist möglich. Das Angebot zwischen den beiden Kantonsspitäler soll eng aufeinander abgestimmt werden.

Ab 2012 wird das Nidwaldner durch das Luzerner Kantonsspital geführt. Der Nidwaldner Regierungsrat wird dem Luzerner Kantonsspital einen entsprechenden Leistungsauftrag erteilen. Fünf Jahre später soll geprüft werden, ob die beiden Kantonsspitäler ganz fusioniert werden sollen.