Gigaliner sind Lastwagen-Anhängerzüge von 25 Metern Länge. Sie haben ein Gewicht von bis zu 60 Tonnen. Ihre Transportkapazität ist gegenüber einem 40-Tönner um rund 50 Prozent grösser.

Die EU erwägt, mit den Riesenlastern die Produktivität des Strassenverkehrs zu steigern. Es sei nicht auszuschliessen, dass die Schweiz von der EU gedrängt werde, ihre Strassen ebenfalls für Gigaliner zu öffnen, hält der Regierungsrat fest.

Angestossen worden war die Standesinitiative von Alain Greter (Grüne). Er begründete das Anliegen mit der vom Volk gutgeheissenen Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. Gigaliner würden die Wettbewerbsnachteile der Bahn noch erhöhen. Eine Standesinitiative sei ein Signal gegen den Gütertourismus quer durch Europa.

Margrith Steinhauser (SP) wies auf die Gefahr hin, die von den Gigalinern für die anderen Strassenverkehrsteilnehmer ausgehen könnte. Erwin Dahinden (SVP) befürchtet zusätzliche Schäden an den Strassen und damit steigende Kosten.

Die Alpen-Initiative lobte den Entscheid des Luzerner Kantonsrates in einer Stellungnahme. Als erstes Kantonsparlament fordere es den Bundesrat zu einem Verbot der 60-Tönner auf. Es habe erkannt, dass diese Fahrzeuge die andern Verkehrsteilnehmer massiv gefährdeten und die Strasseninfrastruktur zusätzlich belasten würden.