Fusion

Luzern verspricht sich bessere Stellung im Standortwettbewerb

Luzern lässt sich Fusion mit Littau etwas kosten

Luzern lässt sich Fusion mit Littau etwas kosten

Zweieinhalb Wochen vor dem Zusammenschluss von Luzern und Littau ist alles für die Gemeindefusion bereit. Was den Stimmbürgern versprochen worden sei, habe umgesetzt werde können, erklärten der Luzerner Stadtpräsident und der Littauer Gemeindepräsident.

Vor zweieinhalb Jahren hatten die Stimmberechtigten von Luzern (59'000 Einwohner) Littau (17'000) der Fusion zugestimmt. Mit der Fusion kämen die Gemeinden nicht einer Weisung der EU nach, sagte Stadtpräsident Urs W. Studer an die Adresse gewisser nimmermüder Kritiker.

Von dem Schritt, der auf den 1. Januar 2010 vollzogen wird, erhofft sich die Stadt vielmehr eine bessere Stellung im Standortwettbewerb, eine einfachere Siedlungs-, Raum- und Verkehrspolitik und einen grösseren Spielraum in der Steuerpolitik.

Studer sprach von einer Überstrukturiertheit der Gemeinden, die die Entwicklung heute hindere und viel koste. Er hofft, dass Luzern in den nächsten Jahren durch eine Gruppenfusion zu einer Stadtgemeinde mit über 100'000 Einwohnern wachsen wird.

Der erste Schritt dazu, die Fusion mit Littau, ist nach Angaben der beteiligten Gemeinderegierungen gelungen. Die Vorgabe, pro Jahr netto 9 Millionen Franken einzusparen, wurde erreicht.

Littau profitiert nicht nur von teils verbesserten Leistungen (etwa Schulen oder Spitex), sondern vor allem steuerlich. Sein Steuerfuss von 2,20 Einheiten sinkt auf das tiefe Luzerner Niveau von 1,75 Einheiten.

Luzern lässt sich die Fusion mit Littau etwas kosten. Den Littauern steht in ihrem Ortsteil weiterhin ein kommunaler Schalter zur Verfügung. Die Vereine des Vororts profitieren während einer Übergangszeit von speziellen Konditionen.

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