Luganeser Messegelände wird doch nicht von Mario Botta verhüllt

Absage an Mario-Botta-Projekt

Absage an Mario-Botta-Projekt

Die Stimmbürger von Lugano wollen das Messegelände «Padiglione Conza» nicht mit einer neuen Fassade aufwerten. Sie lehnten in einer Referendumsabstimmung einen 3-Mio-Fr-Kredit für ein Projekt von Architekt Mario Botta mit 10 434 zu 4989 Stimmen ab.

Bottas Pläne sahen vor, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gebauten Messehallen mit einer Kunststofffassade zu verhüllen. Zu diesem Zweck hätte ein Stahlgerüst montiert werden sollen, das die neue Fassade getragen hätte.

Im Hinblick auf die Expo 2015 in Mailand, an der sich Lugano als Partnerstadt beteiligen möchte, müsse das Erscheinungsbild des wenig ästhetischen Messegeländes aufgewertet werden, argumentierten die Befürworter.

Die Gegner hingegen kritisierten das Botta-Projekt als Geldverschwendung. Sie verwiesen darauf, dass Lugano ein neues Messegelände im Norden der Stadt plane. Dieses soll in zehn bis fünfzehn Jahren fertig gestellt sein.

Einzelne Vertreter der SP und der FDP hatten gegen die Pläne der Stadtregierung das Referendum lanciert. Die Stimmbeteiligung an der Urne betrug 52,6 Prozent, wie die Stadt Lugano am Sonntag bekannt gab.

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