Sie wären gemäss der "normalen Praxis" den USA übergeben und dann in ein US-Gefangenenlager in Afghanistan gebracht worden, sagte Hutton in London weiter. Dort seien die Verdächtigen verhört worden.

Laut Hutton gehörten die beiden Festgenommenen der in Pakistan gegründeten Islamisten-Gruppe Lashkar-e-Taiba an, die Verbindungen zum Terror-Netzwerk al-Kaida unterhalten soll und für die Terror-Anschläge von Bombay im November verantwortlich gemacht wird.

Hutton führte aus, die US-Regierung habe die Verlegung der beiden Verdächtigen nach Afghanistan damit begründet, dass im Irak nicht genügend Sprachkundige zu ihrem Verhör zur Verfügung gestanden hätten. "Im Rückblick ist mir klar, dass die Überstellung nach Afghanistan dieser beiden Individuen damals hätte hinterfragt werden müssen", fügte der Minister hinzu.

Die beiden Verdächtigen werden den Angaben zufolge immer noch in Afghanistan gefangengehalten. Die US-Regierung habe allerdings versichert, dass sie in einem "menschlichen, sicheren und geschützten Umfeld" lebten.

Das Europaparlament wirft Grossbritannien und anderen europäischen Staaten vor, dem US-Geheimdienst CIA bei der Verschleppung von Terror-Verdächtigen in Geheimgefängnisse in Drittländern geholfen zu haben.