Schule

Lösung für 400 Schüler wird gesucht

Der Gemeindeverbandes Koppigen hat zum Thema «Schule der Zukunft» informiert.

Schule Koppigen

Der Gemeindeverbandes Koppigen hat zum Thema «Schule der Zukunft» informiert.

Wie sieht die Zukunft für die rund 400 Schüler im Gemeindeverband Koppigen aus? Mit dieser Frage setzten sich Eltern, Lehrer und Mitglieder einer Projektgruppe an einem Infoabend auseinander. Dabei blieb vieles noch unklar – wie etwa die Einführung eines Tagesschulangebotes oder die Integration schwächerer Schüler.

Andrea Flückiger

Rund hundert Interessierte fanden sich im Inforama Oeschberg ein, um sich von der Projektgruppe «Zukunft der Schulen im Verbandsgebiet Koppigen» über die in nächster Zukunft kommenden schulischen Veränderungen zu informieren. Wie Reto Affolter, Mitinitiator und Leiter der Projektgruppe, bereits zu Beginn erklärte, seien die Gemeinden vom Kanton aufgerufen, zwischen 2009 und 2011 so genannte «geleitete Schulen» einzurichten (das heisst: Die Schule muss eine Gesamtschulleitung haben und mindestens zehn Klassen umfassen) und bei Bedarf Tagesschulen einzuführen: «Um für das Verbandsgebiet Koppigen eine optimale Lösung zu erarbeiten, haben sich Vertreter von Gemeinderäten, Schulkommissionen und Schulleitungen aus den Mitgliedsgemeinden Alchenstorf, Hellsau, Höchstetten, Koppigen und Willadingen zusammengesetzt», informierte Affolter. Insgesamt würden siebzehn Personen in den beiden Untergruppen «Trägerschaft» und «Tagesschulen» mitarbeiten.

Strukturen vereinfachen

Peter Kindler, Präsident der Primarschulkommission Koppigen-Willadingen und Mitglied der Gruppe «Trägerschaft», umriss zuerst die heutige Situation im Gemeindeverband Koppigen: «Wir haben insgesamt 25 Klassen mit rund 400 Schülern an fünf Schulstandorten, fünf Schulleitungen und fünf Schulkommissionen mit 37 Kommissionsmitgliedern.» Während die bisherigen Schulstandorte auch weiterhin genutzt, also keine neuen Schulräumlichkeiten entstehen würden, sei vor allem im Bereich von Trägerschaft, Schulleitung, Kommissionen, Sekretariat und Finanzen eine Zusammenlegung sinnvoll: «Dazu müssten allerdings die bisherigen Schulgemeinden Hellsau/Höchstetten und Koppigen/Willadingen aufgehoben werden. Idealerweise könnten die Schulen in den bereits bestehenden Gemeindeverband Koppigen überführt werden.»

Standort noch nicht klar

Reto Affolter informierte anschliessend über das geplante Tagesschulangebot: «Der Kanton verpflichtet uns ab 1. August 2010, jährlich abzuklären, ob Eltern Tagesschulstrukturen wünschen - seien dies nun Aufgabenhilfe, Früh-, Mittags- oder Nachmittagsbetreuung. Wenn zehn Schüler verbindlich angemeldet werden, sind wir verpflichtet, Tagesschulstrukturen anzubieten.» Für ihn persönlich mache ein Tagesschulangebot allerdings nur Sinn, wenn die Schulen im Gemeindeverband Koppigen sich zusammenschliessen würden, meinte der Präsident der Primarschulkommission Höchstetten-Hellsau: «Wo allerdings der Standort dieser Tagesschule wäre, können wir im Moment noch nicht sagen.» In der nächsten Zeit werde aber allen Eltern im Verbandsgebiet Koppigen via Schule oder Post ein Fragebogen zur Bedarfsabklärung zugestellt werden: «Bis September sollten dann die Ergebnisse der Umfrage ausgewertet und ein Feinkonzept bezüglich Tagesschulangebot erarbeitet sein.»

Als Letzter informierte Markus Bärtschi, Mitglied der Projektgruppe «Umsetzung Integrationsartikel», bei der neben Alchenstorf, Hellsau, Höchstetten, Koppigen und Willadingen auch Seeberg und Wynigen mitmachen, über die geplanten Massnahmen bezüglich Integration von schulisch schwächeren Schülern in die Regelklassen: «Wir sind nach eingehender Prüfung und im Gespräch mit Fachleuten und den Kollegien zum Entschluss gekommen, dass wir auf eine Totalintegration verzichten. Vielmehr ist unser Ziel eine vermehrte Teilintegration - wir wollen aber Klassen zur besonderen Förderung grundsätzlich beibehalten.» Bei der Begabtenförderung auf der anderen Seite sei man in Kontakt mit den Schulen in Burgdorf, berichtete der Vize-Präsident der Primarschulkommission Koppigen-Willadingen: «Dort schwebt uns vor, dass nicht nur unsere Schüler nach Burgdorf gehen, sondern dass auch Fachlehrkräfte von dort bei uns unterrichten.»

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