Gesundheitskosten

Löhne der Ärzte bleiben nächstes Jahr überwiegend gleich

Nur wenige haben mehr in den Taschen

Nur wenige haben mehr in den Taschen

Die Arzt-Honorare dürften nächstes Jahr in den meisten Kantonen unverändert bleiben. Die Konferenz der Kantonalen Ärztegesellschaften (KKA) und der Krankenkassen-Dachverband santésuisse haben sich auf die Taxpunkt-Werte für 2010 geeinigt.

In 19 Kantonen bleiben diese unverändert, wobei der Taxpunkt im Jura mit 99 Rappen am teuersten, in Zug mit 80 Rappen am günstigsten ist. Nur im Kanton Graubünden soll die Einheit um 2 Rappen teurer werden und künftig 82 Rappen kosten.

Noch keine Einigung erzielt haben Ärzte und Krankenkassen in Freiburg, der Waadt, Neuenburg, Genf und den beiden Basel, wie santésuisse am Mittwoch mitteilte. Können sich die Parteien nicht auf den Wert für einen Taxpunkt einigen, muss die Regierung den Preis festlegen.

Von der Höhe des Taxpunktes ist das Honorar des Arztes abhängig: Im ambulanten Bereich ist jede ärztliche Leistung mit einer bestimmten Anzahl Taxpunkte bewertet. Je höher deren Wert, umso mehr Geld bekommt der Arzt für die gleiche Behandlung. Der Leistungskatalog des Ärztetarifs TARMED umfasst rund 4500 Positionen.

Die ohnehin steigenden Gesundheitskosten haben die Verhandlungen massgeblich geprägt. Die besorgniserregende Kosten- und Prämienentwicklung habe den Verhandlungsspielraum für 2010 erheblich eingeschränkt, schreibt santésuisse.

Nur auf Kosten der Hausärzte soll das Problem aber nicht gelöst werden. Die Tarifparteien seien sich einig, dass die Grundversorger besser gestellt werden müssen, heisst es in der Mitteilung. Die Tarifstruktur des TARMED solle deshalb überarbeitet werden.

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