Gubristportal

Lobby für den Gubrist im Bundeshaus

Gubrist-Modell

Gubrist-Modell

Eine Limmattaler Delegation lobbyiert in der Bundesstadt für ihr Anliegen, das Gubristportal zu überdecken.

«Ich stehe voll und ganz hinter dem Anliegen», sagt Ulrich Giezendanner. Der SVP-Nationalrat aus dem Kanton Aargau ist einer von elf Parlamentarierer, die die Mittagspause im Bundeshaus nutzen und den kurzen Weg ins Restaurant Casino einschlagen. Dort, in der «Arvenstube», werden sie von einer Weininger Delegation - Gemeindepräsident Hanspeter Haug, Finanzvorstand Rolf Bärenbold, Bauvorstand Wilfried Werffeli und Gemeindeschreiber Bruno Persano - in Empfang genommen.

Die Limmattaler sind an diesem Dienstag in besonderer Mission unterwegs. Mit Hilfe des Limmattaler Standortförderers Bruno Hofer, des Ingenieurs Thomas Kieliger sowie von Markus Traber vom Zürcher Amt für Verkehr wollen sie in Bundesbern für ihr Anliegen, das Gubristportal im Zuge des Baus der dritten Tunnelröhre zu überdecken, lobbyieren.

Hintergrund der Aktion ist die Absicht des Zürcher SVP-Nationalrates Ernst Schibli und des Zürcher Ständerates Felix Gutzwiller (FDP), eine Motion im Parlament einzureichen. Ziel der Vorstösse ist es, dass das Bundesamt für Strassen (Astra) dem Anliegen des Limmattals zustimmt. Bislang will das Astra in ihren Planungen für den Ausbau des Gubristtunnels noch nichts von einer Überdeckung des Portals wissen.

Glaubt man den Ausführungen von CVP-Nationalrat Urs Hany, der ebenfalls in der «Arvenstube» weilt, hat sich an der Haltung des Astra bislang noch nichts geändert. Das Astra, so Hany, sei der Meinung, dass eine Überdeckung des Gubristportals den Ausbau der Nordumfahrung nur verzögern werde.

Für Haug zieht dieses Argument nicht. «Wir sind auch hier, um zu sagen, dass wir kein Interesse an einer Verzögerung des Ausbaus haben. Wird unser Projekt für eine Überdeckung rasch in Angriff genommen, dann werden sich die Arbeiten nicht verzögern», sagt er. Weiningen werde weiter für das rund 60 Millionen Franken teure Projekt kämpfen.

Ein Kampf, der an diesem Tag bereits am Morgen früh begonnen hatte. Um sieben Uhr traf man sich beim Quartierzentrum Föhrewäldli in der Fahrweid. Bevor die Fahrt Richtung Bundesstadt losging, musste zuerst das Modell des Gubristdeckels und der Weininger Wein im Kleinbus verstaut werden. Auf dem Weg nach Bern wurden dann die letzten Details der Präsentation geklärt.

Im Restaurant Casino angekommen, begann für Rolf Bärenbold und Wilfried Werffeli der Aufbau der Präsentation. Hanspeter Haug, Thomas Kieliger und Bruno Hofer hatten derweil anderes vor. Auf Einladung von Ernst Schibli weilten sie in den heiligen Hallen des Bundeshauses, um auf ihre nachmittägliche Aktion aufmerksam zu machen. Bereits dort hatte Gemeindepräsident Haug ein gutes Gefühl.

Neben Parteikollegen wie Hans Fehr, Ulrich Schlüer oder Jürg Stahl traf er auch auf die SP-Nationalräte Chantal Galladé und Daniel Jositsch. «Die beiden sind bereits über unsere Präsentation informiert. Das zeigt, dass wir im Vorfeld unseres Ausfluges gute Arbeit geleistet haben», so Haug.

Dieser Eindruck erhärtet sich am Nachmittag (siehe Kontext), als neben vielen bürgerlichen Parlamentarier auch SP-Nationalrat Mario Fehr im Restaurant Casino vorbeischaut. «Es ist eine schöne Präsentation. Ich kann die Anliegen der Weininger Bevölkerung verstehen», so Fehr. Bevor er sich verabschiedet, verspricht er noch mit seinen Parteikollegen zu sprechen, damit auch sie das Weininger Anliegen unterstützen. Gleiches versprechen auch die anderen Parlamentarier.

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