Lindfeldkreuzung ist das Problem

Klare Worte brauchte die Gemeinde Othmarsingen in Bezug auf den geplanten Gexi-Kreisel in Lenzburg. Die Planung soll zurückgestellt werden, teilte die Gemeindekanzlei mit (AZ vom Mittwoch). Was sind die Gründe?

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Aargauer Zeitung

Heinz Härdi

Gemeindeammann Fritz Wirz betont auf Anfrage, dass es der Gemeinde trotz Einsprache nicht um die Verhinderung des Gexi-Kreisels gehe. Es treffe aber zu, dass der Gemeinderat das Projekt am liebsten zurückstellen würde. «Das Problem ist die Lindfeldkreuzung», sagt Gemeindeammann Fritz Wirz. Dort herrscht eine «desolate Verkehrssituation». Fast eine Kunst ist es für die von Othmarsingen herkommenden Verkehrsteilnehmer, in den Autobahnzubringer einzubiegen.

Die Ummarkierung auf dem Autobahnzubringer, die im Jahr 2007 vorgenommen wurde, hat kaum eine Besserung gebracht. Seither müssen die Abbieger in Richtung Lenzburg nur noch eine Spur überqueren. «Eigentlich müsste hier bereits seit 2007 eine Lichtsignalanlage stehen», sagt Fritz Wirz, doch das Projekt wurde nicht ausgeführt.

Kanton oder Bund zuständig?

Eine Unsicherheit besteht bei den Zuständigkeiten. Seit dem letzten Jahr ist nicht mehr der Kanton für die Autobahnen verantwortlich, sondern das Bundesamt für Strassen (Astra). Dort wird bestätigt, dass zwischen dem Astra und dem Kanton «bezüglich Abgrenzung des Nationalstrassenperimeters unterschiedliche Standpunkte bestehen». Somit ist also unklar, ob der Bund oder der Kanton den Knoten Lindfeld neu gestalten soll und wie dieser aussehen könnte. «Bevor der Gexikreisel gebaut wird, sollte aber eine Beschleunigung auf dem Lindfeldknoten hergestellt sein», sagt Fritz Wirz.

Ebenso wichtig ist für ihn, dass die sichere Verbindung für Fussgänger und Radfahrer auf der Gexistrasse nach Lenzburg bestehen bleibt und bis zur definitiven Sanierung der Lindfeldkreuzung die Gexistrasse ab Othmarsingen nach Lenzburg unter dem Autobahnzubringer hindurch für den Individualverkehr befahrbar ist. Gemäss dem Erschliessungskonzept für das Hornerfeld sei dies künftig nicht mehr gewährleistet.

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